Der Tabellenzweite Bietigheim kommt Nordhorn-Lingen will die Welle stoppen

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Einen Heimsieg gegen Bietigheim will die HSG Nordhorn-Lingen am Sonntag in der Emslandarena. Der letzte Erfolg in eigener Halle gelang 2011. Dafür werden die Spieler um Luca de Boer (vorn) und Nicky Verjans eine Top-Leistung abrufen müssen. Foto: ScholzEinen Heimsieg gegen Bietigheim will die HSG Nordhorn-Lingen am Sonntag in der Emslandarena. Der letzte Erfolg in eigener Halle gelang 2011. Dafür werden die Spieler um Luca de Boer (vorn) und Nicky Verjans eine Top-Leistung abrufen müssen. Foto: Scholz

Lingen. Schwere Aufgabe für die HSG Nordhorn-Lingen: Der Tabellensiebte der 2. Handball-Bundesliga erwartet am Sonntag um 17 Uhr in der Emslandarena den -zweiten SG BBM Bietigheim.

Der Gast aus der Nähe von Stuttgart, der in der Saison 2014/15 ein Kurzgastspiel in der Bundesliga gab, besticht durch seine Konstanz. Spitzenreiter Bergischer HC weist zwar sieben Zähler mehr auf, doch der Vorsprung der Mannschaft von Trainer Hartmut Mayerhoffer vor dem Dritten VfL Lübeck-Schwartau beträgt nach dem 27. Spieltag fünf Zähler.

Lange um Aufstieg mitgespielt

„Dass Bietigheim oben mitmischt, ist nicht überraschend“, erklärt HSG-Trainer Heiner Bültmann, der dem hohen Niveau des Gegners Respekt zollt. Die Baden-Württemberger spielten in der vergangenen Saison lange um den Aufstieg mit, belegten am Ende Rang fünf. „Die Mannschaft hat sich kaum verändert.“

Auffällig gutes Tempospiel

Auffällig an Bietigheim ist das Tempospiel. Für Bültmann das Beste der Liga. Da passe das Komplettpaket mit schnellen und torgefährlichen Außen sowie einem starken Rückraum, der viel Dampf entwickle und sehr entscheidungsstark sei. „Die Mannschaft wirft oft vier, fünf einfache Tore mehr als der Gegner. Das kann entscheidend sein.“ Wie bei der 30:34-Niederlage des Zwei-Städte-Teams in der Hinrunde. „Wir konnten die Welle nicht stoppen“, erinnert sich Bültmann. „Deswegen haben wir verloren.“

Haller ein Instinkt-Handballer

In der nahezu gleichmäßig starken Mannschaft sind alle Positionen doppelt besetzt. Für den Rückraum stehen sieben Akteure zur Verfügung. Torwart Domenico Ebner hat sich gut entwickelt. Rechtsaußen Christian Schäfer spielt eher unauffällig, zählt aber zu den Top-Schützen. Auch bei Siebenmetern ist er gefragt. Linksaußen Martin Marcec stammt aus Slowenien. Im linken Rückraum setzt der Litauer Gerdas Babarskas Akzente in Abwehr und Angriff. Er hat sich nach Verletzungspause beim 31:27 im Spitzenspiel gegen Hamm zurückgemeldet. Urgestein Robin Haller gilt als Instinkt-Handballer, der ein Spiel drehen kann. Kapitän Patrick Rentschler spielt am Kreis.

2011 letzter Heimsieg gegen Bietigheim

Bültmann sieht den Gast, der sechs Spiele in Serie gewonnen hat, am Sonntag in der Favoritenrolle. Eine Seltenheit für die heimstarke HSG, die bei elf Vergleichen insgesamt erst einen Heimerfolg verbucht hat. „Der ist lange her“, sagt Bültmann. Im November 2011 setzte sich das Zwei-Städte-Team im Euregium mit 37:28 durch. Aber Bietigheim ist kein Angstgegner, verzeichnete im direkten Vergleich vier Siege, die HSG drei. Die Spiele waren meist eng.

„Schnelligkeit allein reicht nicht“

Schwierigste Aufgabe für den Gastgeber ist es, das Bietheimer Tempospiel zu unterbinden. „Aufmerksamkeit und Top-Organisation“ sind für den Coach Ansatzpunkte beim Rückzug. „Schnelligkeit allein reicht nicht.“ Sein Team muss versuchen, den Gast ins Positionsspiel zu zwingen.

Abwehr besonders gefordert

Die HSG-Abwehr ist besonders gefordert. Sie kann auf die vergangenen beiden Spiele in Wilhelmshaven (28:24) und gegen Konstanz (31:26) aufbauen. Diese Qualität und Aggressivität müssen die Spieler auch Sonntag aufs Parkett bringen. „Wir müssen bereit sein, einen Tick mehr zu machen. Eine Normalleistung reicht nicht“, betont Bültmann. Dabei setzt er auf die Unterstützung der Zuschauer, um von Beginn an Druck auf den Gegner aufzubauen. Auch dieses Zusammenspiel müsse klappen.

Seidels Einsatz noch fraglich

Die Motivation des Zwei-Städte-Teams ist hoch. Dabei muss der Trainer auf Alex Terwolbeck und den Frank Schumann verzichten. Bis zuletzt dürfte der Einsatz von Lasse Seidel fraglich bleiben. Der gefährlichste HSG-Schütze (115) hat sich bei einem Foul in Wilhelmshaven verletzt. Er fiel auf die Schulter. Der 24-jährige Linksaußen, der zuletzt auch im zentralen Rückraum zum Einsatz gekommen ist, hat zwar trainiert. „Aber er hatte noch Probleme“, sagt Bültmann.


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