Bruns folgt Schomaker im Amt Reiterbezirk mit neuem stellvertretenden Vorsitzenden

Von Helmut Diers

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Seit 25 Jahren führt Heinrich Koonert (links) den Bezirksverband Emsländischer Reit- und Fahrvereine. Josef Schomaker (Mitte) wurde zum Ehrenmitglied des Verbandes ernannt. Hermann-Josef Bruns ist neuer stellvertretender Vorsitzender. Foto: Helmut DiersSeit 25 Jahren führt Heinrich Koonert (links) den Bezirksverband Emsländischer Reit- und Fahrvereine. Josef Schomaker (Mitte) wurde zum Ehrenmitglied des Verbandes ernannt. Hermann-Josef Bruns ist neuer stellvertretender Vorsitzender. Foto: Helmut Diers

Lingen. Der Bezirksverband Emsländischer Reit- und Fahrvereine verzeichnet einen Wechsel in der Führungsspitze. Einstimmig wählte die Mitgliederversammlung Hermann-Josef Bruns aus Werlte zum Nachfolger des bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Josef Schomaker aus Dörpen, der für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung stand.

Schomaker hatte die Funktion stellvertretender Vorsitz im Verband seit 1991 ausgefüllt, zuletzt mehrere Jahre in Personalunion auch Kassenwart. „Josef Schomaker hat für unseren Verband ausgezeichnet gearbeitet“, lobte Bezirksvorsitzender Heinrich Koonert (Gildehaus), ehrte Schomaker mit einem Präsent und schlug ihn zum Ehrenmitglied des Verbandes vor. Dem Vorschlag folgte die Versammlung einstimmig.

Stolzer Spartenleiter

Als letzte Amtshandlung zeichnete Schomaker den Vorsitzenden Heinrich Koonert für seine 25 Jahre lange Vorsitzendentätigkeit aus. Der 1925 gegründete Bezirksverband hat bis heute nur drei Vorsitzende in der 93-jährigen Geschichte. In dem Zusammenhang kündigte Koonert an, dass er in drei Jahren wohl nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung stehen werde. Die Jahresberichte der Spartenleiter Voltigieren (Agnes Först/Lingen), Westernreiten (Detlef Klaas/Neuversen), Vielseitigkeit (Kirsten Honekamp/Uelsen), Fahren (Heiner Niehoff/Lorup), Ü-40-Reier (Mechthild Hoormann/Börger) und Jugendarbeit (Ilka Janßen/Gildehaus) spiegelten eine erfolgreiche Arbeit des Verbandes, wenn auch manchmal anstrengender Arbeit wider. Stolz machte alle Spartenleiter, wenn sie über Medaillen-, Meistertitelgewinner wie Julia Krajewski, die Geschwister Tebbel oder Katrin Stolmeijer berichten konnten.

Leichter Mitgliederschwund

Dem Kassenbericht Schomakers war zu entnehmen, dass der Verband „ganz gut gewirtschaftet“ habe bei einem leichten Minus von 240,82 Euro zum Ende 2017 in der Kasse. Schomaker rief die Mitglieder des Bezirksverbandes auf, sich tatkräftig beim Losverkauf der 29. Emsland-Sport-Tombola zu beteiligen. Von jedem verkauften Los verbleibe sofort 1 Euro in der Vereinskasse. Schomaker legte der Versammlung auch die obligatorische Mitgliederstatistik vor. „Unter dem Strich müssen wir leider ein leichtes Minus in der Mitgliederentwicklung registrieren“, sagte Schomaker, der für Ende 2017 im Verbandsgebiet 54 Vereine mit 8081 Mitglieder vermeldete. „Die Veränderung der Mitgliederzahl von 2016 von 8162 zu 8081 Ende 2017 ist auf neue Vereine und Vereinsabmeldungen im Bezirk zurückzuführen. Wir liegen mit unseren Mitgliederverlusten im Bundestrend“.

„Auf Sie ist Verlass“

2010 zählte der Bezirksverband noch 8542 Mitglieder, sackte in den Folgejahren leicht ab, um 2016 wieder auf 8311 Mitglieder anzuwachsen. Seitdem fallen die Zahlen wieder. Der größte Kreisverband im Bezirk ist der Pferdesportverband Altkreis Meppen mit 2106 Mitgliedern gefolgt vom Kreisverband Aschendorf-Hümmling mit 2096 Mitgliedern. Der Kreisverband Grafschaft Bentheim rangiert mit 2055 Mitgliedern auf Platz 3 vor dem Kreisverband Lingen mit 1824 Mitgliedern. Der mitgliederstärkste Verein im Bezirk ist der RFV Lingen mit 359 Mitgliedern. Auf Rang 2 platziert sich mit 351 Mitgliedern der RFV Wietmarschen vor dem RFV Rütenbrock mit 345 Mitgliedern. Mit 5702 Personen (70,60%) haben im Bezirk die weiblichen Mitglieder die Überzahl. 2379 männliche Mitglieder bringen es nur auf 29,40 Prozent. Jörg Maier, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Weser-Ems mit Sitz in Vechta unterstrich in seinem Statement zur Versammlung das hohe Engagement im sportlichen und gesellschaftlichen Bereich der Emsländer. „Auf Sie ist Verlass“, sagte er.


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