Sieg auf Michael Schumachers Bahn Kartfahrer Maik Neehoff träumt von der Formel 1

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Haren. Er hat Benzin im Blut: Maik Neehoff zählt in seiner Altersklasse zu Deutschlands besten Kartfahrern. Der zwölfjährige Rütenbrocker eifert Sebastian Vettel nach und kennt Michael Schumachers Kartbahn wie seine Westentasche.

Mit fünfeinhalb Jahren saß Maik Neehoff zum ersten Mal in einem Kart. Der Grund war dessen Vater Guido. „Ich habe den Sport früher hobbymäßig betrieben“, berichtet Neehoff senior. Irgendwann habe sein Sohn auch so ein Ding haben müssen, ergänzt er. „Ich fand das schon immer gut“, berichtet der Zwölfjährige. „Und habe im Fernsehen dauernd Formel 1 geschaut.“

In Haren-Rütenbrock, wo Maik Neehoff mit seiner Familie lebt und wo er zur Realschule geht, widmet er sich fast jeder freien Minute seinem großen Hobby. Nebenbei spielt Maik Neehoff noch Fußball. In der D-Jugend des VfL Rütenbrock geht er als Stürmer auf Torejagd. Aber mehr Zeit verbringt er im Kart. „Am meisten Spaß macht mir, dass man schnell fährt. Und natürlich auch das Gewinnen“, gesteht er.

Immer samstags steht Training an, manchmal auch noch sonntags. Auf vier verschiedenen Bahnen bereitet sich Maik Neehoff auf die Rennen vor. „Wir haben mehrere Bahnen“, sagt Guido Neehoff. „Wir fahren zum Trainieren nach Emsbüren, Vledderveen in Stadskanaal, nach Assen oder Pottendijk in Emmen.“ Auch Kerpen oder das belgische Genk steuern Vater und Sohn hin und wieder an.

Kartfahren ist ein kostspieliges Hobby. „Billig ist das nicht“, gibt Vater Neehoff zu. Ein Satz Reifen kostet etwa 175 Euro. „Und der ist am Ende des Renntages weg.“ Hinzu kommen noch Startgelder. Vater und Sohn sind zumeist mit Wohnmobil und Anhänger unterwegs. Auf dem Anhänger ein Rennkart und ein Ersatzkart.

Die Erfolge sprechen für sich. „Letztes Jahr, als er deutscher Meister geworden ist, hatte Maik ungefähr 100 Punkte mehr als der Zweite“, berichtet der stolze Vater. Um den Titel zu holen, müssen bei mehreren Veranstaltungen Punkte gesammelt werden. Der Sieger erhält zwölf Punkte, der Zweitplatzierte zehn Zähler, der Dritte neun usw. Die rund zehnminütigen Rennen finden deutschlandweit statt. Von Emsbüren über Geesthacht bis Belleben bei Leipzig.

Beim traditionellen Graf Berghe von Trips Memorial in Kerpen siegte der Junior im Vorjahr in allen drei Läufen. „Das ist schon eine richtige Hausnummer. Da gab es schon 1000 Euro Preisgeld“, so Guido Neehoff.

Angst hat dessen Filius nicht. „Vor dem Rennen bin ich ein bisschen nervös, aber sobald ich im Kart sitze, ist alles normal.“ Sein Ziel ist klar: „Ich möchte am liebsten in die Formel 1 kommen.“


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