Viel Applaus bei Gala in Haren Maren Orths emotionaler Abschied von der Sportbühne

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Haren. Kurz vor Weihnachten hatte sie das Ende ihrer Leichtathletik-Karriere verkündet: Mittel- und Langstreckenläuferin Maren Orth, bis zu ihrer Hochzeit bekannt unter ihrem Mädchennamen Maren Kock, wurde bei der Gala in Haren offiziell verabschiedet.

Insgesamt war Orth mehr als ein Jahrzehnt im Leistungssport aktiv. Neben zwei DM-Titeln im Freien stehen fünf Hallenmeisterschaften (2011, 2012, 2014, 2015, 2016) über 1500 und 3000 Meter sowie zwei Silbermedaillen bei den Team-Europameisterschaften 2015 im russischen Tscheboksary.

Der Tiefpunkt folgte ein Jahr später. Obwohl Orth trotz verpasster Norm für die Olympischen Spiele nominiert und bereits eingekleidet worden war, durfte sie nicht in Rio de Janeiro über 1500 Meter an den Start gehen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte eine verblüffende Kehrtwende vollzogen. „Das hat mir schon sehr zugesetzt“, gestand Orth. Das sei ein einschneidendes Erlebnis gewesen, ergänzte sie. „Ich habe sehr, sehr lange gebraucht, um mich davon zu erholen. Ich habe lange mit mir gehadert, bevor ich einen Schlussstrich gezogen habe.“

Die Europameisterschaft im kommenden August in Berlin sei eigentlich noch ihr großes Ziel gewesen, verriet Orth. „Aber ich merke, dass ich nicht mehr so dahinterstehe.“ Trotzdem wird sie im Olympiastadion dabei sein – als Zuschauerin. „Berlin ist schon gebucht.“

Glück gefunden

Privat hat die aus Lingen-Brögbern stammende und zuletzt für die LG Telis Finanz Regensburg startende Maren Orth ihr Glück mit dem erfolgreichen Mittelstrecken- und Crossläufer sowie mehrfachen Deutschen Meister Florian Orth gefunden. Im März 2017 gaben sich die beiden das Ja-Wort. Ende des vergangenen Jahres ist das Paar ins hessische Schwalmstadt umgezogen. Florian Orth ist dort als Zahnarzt tätig, dessen Frau arbeitet volle Tage in der Apotheke.

Bevor sie gestern die Bühne verließ, richtete Maren Orth noch ein paar direkte Worte an die Gäste. Kurz versagte ihre Stimme, als sie ihren Eltern, Freunden, Trainer Arno Kosmider, der Sporthilfe Emsland und nicht zuletzt ihrem Mann dankte. Ein rührender Abschied vom Sport.


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