24. Sport-Wirtschafts-Gala Sportlerwahl: Samuel Tieben rudert zum Sport-Oscar

Von Dieter Kremer, Uli Mentrup und Kim Patrick Harling

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Haren. Ruderer Samuel Tieben nahm bei der 24. Sport-Wirtschafts-Gala in Haren den Preis als emsländische Sportpersönlichkeit 2017 entgegen. Schwimmerin Marcia Niemeyer wurde als Nachwuchssportlerin geehrt, die U-16-Volleyballerinnen von Raspo Lathen stellten die Mannschaft des Jahres.

„Der Sport hier im Emsland ist ein enormer Imagegewinn für uns. Er strahlt über die Grenzen hinaus“, betonte Landrat Reinhard Winter, der zugleich Kuratoriumsvorsitzender der Sporthilfe Emsland ist, während seiner Grußworte. Traditionell eröffnete Winter einen Abend voller interessanter Gespräche, Darbietungen und der Preisverleihung der emsländischen Sportler und Sportlerinnen 2017 auf der Bühne im Hotel Hagen in Haren am gestrigen Montagabend.

„Sportförderung ist auch Wirtschaftsförderung“

Allgemein ging der Landrat auf den großen Stellenwert des Sports im Landkreis ein. Dabei betonte Winter auch: „Die geradezu symbiotische Beziehung zwischen Sport und Wirtschaft wird im Emsland längst gelebt.“ Das bestätigten auch Maria Borgmann (Geschäftsführerin des Wirtschaftsverbandes Emsland), Hendrik Holt (geschäftsführender Gesellschafter der Holt Holding) und Andreas Nünemann (Geschäftsführer Nünemann Bau) im Gespräch mit Andreas Müller, der als Moderator durch den gestrigen Abend führte. „Sportförderung ist auch immer gleich Wirtschaftsförderung“, erklärte Borgmann. Holt stimmte zu und ergänzte: „Ich finde es wichtig, dass man den Sport unterstützt und der Region etwas zurückgibt. Wie die Sportler und Sportlerinnen, müssen auch Unternehmen immer ein Risiko eingehen. Hier sehe ich die Parallelen.“

Unisono und Zirkuswelt Haren begeistern

Die Zirkuswelt Haren beeindruckte mit sehenswerter Akrobatik beim Seilspringen. Die Band Unisono begleitete den Abend mit Livemusik – sowohl gefühlvoll als auch mit dem Klassiker „You’re the one that i want“ aus dem Film „Grease“. Das Schlusswort hatte Landrat Winter, der treffend sagte: „Alle Sportlerinnen und Sportler sind heute Gewinner.“

Schwimmerin Marcia Niemeyer (Nachwuchssportlerin des Jahres): Im Vorjahr fehlten ihr nur wenige Stimmen auf den Sieger und Ruderer Jan Hennecke. Diesmal klappte es: Schwimmerin Marcia Niemeyer vom Schwimmverein Haren schlug in der Kategorie Nachwuchssportler als Erste an.

Als das Ergebnis verkündet wurde, lächelte Niemeyer, die am Wochenende zu den Bezirksmeisterschaften fährt, erleichtert. Ein zartes „Was?“ huschte über ihre Lippen. Zunächst umarmte die 13-Jährige die ebenfalls nominierte Marit Schute, bevor sie dem dritten Kandidaten Yannick Fraatz die Hand schüttelte. Im Gespräch mit Moderator Andreas Müller gestand Niemeyer, dass sie als Nächstes allen schreiben werde, dass sie gewonnen habe. „Das bedeutet mir sehr, sehr viel.“ Welchen Wunsch sie denn habe, fragte Müller. „Ich bin wunschlos glücklich“, strahlte die Siegerin.

U-16-Volleyballerinnen des SV Raspo Lathen (Mannschaft des Jahres): Die Freude war überwältigend, die Überraschung riesengroß. Die U-16-Volleyballerinnen von Raspo Lathen schauten sich fast schon ungläubig an, als sie als Mannschaft des Jahres verkündet wurden. Lediglich Trainer Gerrit de Boer ließ seinen Emotionen freien Lauf und jubelte lautstark.

Zu namhaft schien die Konkurrenz mit der Tischtennismannschaft des VfL Emslage und vor allem mit den Drittliga-Fußballern des SV Meppen zu sein. „Wir freuen uns innerlich“, sagte die sichtlich beeindruckte Kapitänin Emelie Siegner. „Unsere extreme Teamgemeinschaft, die Harmonie und das harte Training machen uns so erfolgreich.“ Doch dann, nachdem die jungen Spielerinnen ihren Erfolg endlich realisierten, folgte ihr Schlachtruf, den sie sonst nur auf dem Feld rufen: „Let’s go...Raspo!“

Ruderer Samuel Tieben (Sportpersönlichkeit des Jahres): „Es ist ein sehr schönes Gefühl, den Sport-Oscar in seinen Händen zu halten. Noch schöner ist es, dass diejenigen bei der Ehrung dabei sind, die mich unterstützen“, sagte Sam Tieben im Kreis mit seinen Eltern, Freundin Frieda Hämmerling sowie Doppelzweier-Partner Maximilian Fränkel.

Der Sportler vom Argonauten Ruderclub, nach eigener Aussage „häufig gut drauf und nicht leicht unterzukriegen“, war vorsichtig optimistisch nach Haren gekommen. Ein bisschen nervös war der Meppener, dessen Vater Heiner selbst im Rudersport aktiv war, dennoch.

Die Auszeichnung nahm Tieben, der Jura studiert hat, freudestrahlend mit breitem Lächeln entgegen. Das sei sehr positiv, weil es Motivation biete bei den täglichen Trainingsanstrengungen. Etwa 25 Stunden in der Woche kämen locker zusammen.


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