25:30 gegen Rimpar Nordhorn-Lingen kassiert zweite Heimniederlage

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Lingen. Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen hat gegen DJK Rimpar vor 2648 Zuschauern in der Emslandarena die zweite Heimniederlage kassiert. Der Gastgeber verlor 25:30 (8:14). „Wir hatten gefühlt keine Chance“, bekannte Jens Wiese.

Es gibt diese Tage, an denen nicht viel zusammenläuft. Den hatte das Zwei-Städte-Team am Sonntag erwischt. „Wir hatten uns viel vorgenommen. Jetzt sind alle enttäuscht“, sagte Wiese. „Wir sind gut angefangen, haben dann aber komplett den Faden verloren. Nach der Pause lief es zwar etwas besser“, aber die Fehlerquote sei zu hoch geblieben. „Wir haben nicht gut gespielt“, stellte auch Trainer Heiner Bültmann fest. „Wir waren in der ersten Halbzeit nicht wach genug.“ Auch die Angriffsleistung sein nicht gut genug gewesen. „Wir haben viele Chancen nicht genutzt.“ Die Hoffnung, den Sechs-Tore-Rückstand im zweiten Durchgang noch wettmachen zu können, erfüllte sich nicht. „Man muss im Abschluss cooler sein, und nicht immer halbhoch werfen. Das war zu wenig.“

„30 Tore werfen wir auswärts nur selten“

Dagegen war Rimpars Coach Matthias Obinger natürlich zufrieden mit seinem Team, das sich am eigenen Schopfe aus einem kleinen sportlichen Tal mit zuvor drei Niederlagen in Folge herausholte. „Riesenkompliment.“ Denn eigentlich, wusste er, haben es Gäste hier schwer, etwas zu holen. „Wir hatten nichts zu verlieren. Vielleicht hat uns das geholfen“, meinte der promovierte Sportwissenschaftler. Nicht nur die Abwehr, auch der Angriff habe die Aufgabe gut gelöst. „30 Tore werfen wir auswärts nur selten.“

Gast nimmt Einladung an

Doch die Einladung der HSG nahm Rimpar gern an. Der Gast aus Unterfranken, der bereits die achte Partie in fremder Halle gewann, machte seinem Ruf alle Ehre: Die Abwehr packte von Beginn an entschlossen zu, ließ dem Zwei-Städte-Team nur wenige Möglichkeiten.

Zwei Wiese-Tore zu Beginn

Dennoch erwischte Nordhorn-Lingen, das weiter auf den verletzten Spielmacher Alex Terwolbeck verzichten musste und mit Patrick Miedema als Mittelmann begann, den besseren Start. Zweimal Jens Wiese – es hieß 2:0. Der erste Treffer nach 1:42 Minuten zeigte, wie schwer es war, die Lücken in der Rimparer Abwehr zu finden. Pech, dass der junge Alec Smit beim 2:1 nur die Latte traf. Die HSG nutzte das erste Überzahlspiel nicht. Doch nach dem 2:2 sorgte Miedema für die Tore zum 4:2. Beim 4:3 scheiterte Lasse Seidel per Siebenmeter.

Elf Minuten ohne Tor

Danach allerdings lief beim Zwei-Städte-Team im Angriff kaum noch etwas zusammen. Elf Minuten blieb es ohne Torerfolg. Die Spieler wirkten zu ungeduldig im Abschluss, warteten nicht auf die günstige Gelegenheit, sondern scheiterten ein ums andere Mal am starken Torwart Max Brustmann. Nach einem Sechs-Tore-Lauf führte Rimpar nach 20 Minuten 8:4.

Zur Pause 8:14

Luca de Boer beendete die Torflaute nach elf Minuten per Heber zum 5:8. Doch einige unglückliche und unentschlossene Aktionen des Gastgebers, aber auch strittige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns ließen keine Ruhe ins HSG-Spiel kommen. Nach dem zwischenzeitlichen 7:9 (25.) hieß es zur Pause 8:14.

Umstellung in der Abwehr

Aber auch nach dem Wechsel bekam Nordhorn-Lingen den wuchtigen Kreisläufer Patrick Gempp nicht in den Griff. Er traf fast nach Belieben. Dennoch wirkte die HSG nach der Umstellung auf die 5:1-Abwehr etwas galliger.

Kampfgeist nach dem Wechsel

Die HSG, die zwischenzeitlich mit acht Treffern hinten lag (9:17), verkürzte nach einem Drei-Tore-Lauf auf 12:17, aber entscheidend kam sie einfach nicht heran, weil die Zahl der Fehler hoch blieb. Dabei entwickelte sie Kampfgeist, wollte sich nicht geschlagen geben. Am Ende hieß es jedoch für den Gast 30:25. Und das völlig verdient.


HSG Nordhorn-Lingen - DJK Rimpar 25:30 (8:14)

HSG Nordhorn-Lingen: Kaleun (1 Parade bei einem Siebenmeter), Buhrmester (9 Paraden), Verjans (2/2), Wilmsen, Heiny (4), Leenders, Mickal (4), Miedema (2), Fraatz (2), de Boer (3), Vorlicek (3), Wiese (4), Smit, Seidel (1).

DJK Rimpar: Wieser, Brustmann (17 Paraden.), Kraus (7/2), Schmitt, Bohm (1), Karle, Gempp (5), Schmidt (7/1), Kaufmann (1), Siegler (2), Meyer, Bauer (3), Brielmeier (4), Sauer.

Siebenmeter: 2/4 (Seidel, 11., scheitert an Brustmann, Mickal, 34., trifft per Heber die Latte, verjans trifft zweimal) – 3/6 (Kraus, 14., trifft die Latte, und scheitert an Kaleun, 55., trifft aber zweimal; Schmidt, 24., scheitert an Buhrmester, verwandelt aber einmal).

Zeitstrafen: 10 Min. (Leenders 17.; Verjans, 18.; Mickal, 25.; Wiese, 50.; Miedema, 57. ) / 12 Min. (Gempp, 3.; Bauer, 22.; Kraus, 25.; Brielmeier, 37., 48., Meyer, 49.).

Zuschauer: 2648 in der Lingener Emslandarena.

Schiedsrichter: Raphael Pieper (Kiel) und Jannik Otto (Syke-Barrien).

Beste Spieler: Buhrmester / Brustmann, Gempp, Schmidt.

Spielfilm: 2:0 (2.), 2:2 (6.), 4:2 (9.), 4:4 (13.), 4:6 (16.), 5:8 (20.), 5:9 (23.), 7:9 (25.), 7:12 (28.), 8:14 (Hz.), 9:16 (35.), 9:17 (37.), 12:17 (40.), 13:20 (42.), 16:20 (45.), 18:22 (49.), 19:26 (52.), 21:26 (54.), 22:29 (58.), 25:30 (E).

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