Die Rimparer Wölfe kommen Nordhorn-Lingen wieder mit mehr Alternativen

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Wieder dabei: Nicky Verjans (Mitte) steht  der HSG Nordhorn-Lingen am Sonntag im Heimspiel in der Emslandarena gegen DJK Rimpar wieder zur Verfügung. Foto: ScholzWieder dabei: Nicky Verjans (Mitte) steht der HSG Nordhorn-Lingen am Sonntag im Heimspiel in der Emslandarena gegen DJK Rimpar wieder zur Verfügung. Foto: Scholz

Lingen. Nachlegen heißt das Motto beim Handball-Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen. Das Zwei-Städte-Team erwartet am Sonntag um 17 Uhr in der Emslandarena den Tabellennachbarn DJK Rimpar – und will sich von den Wölfen nicht wegbeißen lassen.

Mit dem Auswärtssieg beim Niedersachsen-Derby in Hildesheim hat die HSG eine gute Grundlage geschaffen, um in den folgenden zwei Heimspielen (nach Rimpar kommt Konstanz) den Blick in der Tabelle nach oben zu richten. Der Rückstand des Sechsten auf den Dritten Hamm-Westfalen beträgt vier Zähler, der Fünfte aus Coburg liegt nur wegen der besseren Tordifferenz vor der HSG.

„Wollen unseren Job machen“

Doch Trainer Heiner Bültmann kann auf diese unnötige Ablenkung verzichten. „Wir wollen unseren Job machen und uns nur auf Rimpar fokussieren. Nach beiden Heimspielen können wir vielleicht mal wieder auf die Tabelle schauen. Aber jetzt mache ich mir keine Gedanken darüber“, erklärt der Coach, der grundsätzlich „so viel wie möglich“ erreichen will.

Terwolbeck-Einsatz fraglich

Gegen Rimpar hat sich die personelle Situation wieder verbessert. Nicky Verjans trainiert nach auskurierter Knieverletzung seit Wochenbeginn und „hat sein Pensum flott gesteigert“. Auch Yannick Fraatz, der trotz einer Infektion mitgereist war nach Hildesheim, aber ohne Einsatz blieb, ist wieder voll dabei. Genau wie Torwart Fabian Kaleun, der mit Magen-Darm-Beschwerden fehlte. Auf der Bank saß Alexander Terwolbeck (Knöchelverletzung) zuletzt tatenlos. Ob er Sonntag mitmischen kann, entscheidet sich kurzfristig.

Bültmann setzt auf die Fans

Weil die Mannschaft wegen vieler Verletzungen noch immer nicht richtig eingespielt ist, setzt Bültmann wieder auf die Unterstützung der Zuschauer. „Das brauchen wir. Ich hoffe, dass der Funke schnell überspringt.“ Es wird eine stattliche Kulisse erwartet. Freitagmittag gab es noch 200 Sitzplatzkarten. Stehplätze waren reichlich vorhanden.

Rimpar kassiert drei Niederlagen in Serie

Die Rimparer Wölfe, die vor zwei Wochen noch auf Platz zwei schielten, aber danach drei Niederlagen in Serie kassierten, hat Bültmann als unangenehmen Gegner in Erinnerung: „Sehr kompakt, kämpferisch konstant gut, gleichmäßig besetzt.“ Vor allem in der Abwehr arbeitet das Team von Trainer Matthias Obinger mit hoher Intensität und packt entschlossen zu.

Starker Torwart

Zu den auffälligsten Akteuren der Unterranken aus dem Landkreis Würzburg zählt Torwart Max Brustmann. Die Rückraumspieler Steffen Kaufmann und Patrick Schmidt können eine Partie entscheiden. Kaufmann, zuletzt nicht in Top-Form, hat einen guten Wurf und trifft gute Entscheidungen. Der ehemalige Juniorennationalspieler Schmidt beweist viel Zug zum Tor, agiert emotional und explosiv.

Winterwechsel

Im Winter wechselte der erfahrene Kreisläufer Jan Schäffler zum Erstligisten HC Erlangen. Dafür kam der erst 20-jährige Sergej Gorpishin von den Handballfreunden Springe, in deren Trainerstab sein Vater Wjatescheslaw Nikolajewitsch engagiert ist. Der absolvierte 270 Länderspiele für Russland, holte bei den Olympischen Spielen 1992 und 2000 Gold sowie 2004 Bronze. 1999 wurde er Vizeweltmeister. Sohn Sergej gilt als großes Talent.

HSG will Revanche

Das Zwei-Städte-Team muss von Beginn an gegenhalten. „Das hat in Hildesheim geklappt“, sagt Bültmann. Im Angriff setzt sein Team auf mehr Längen. „Den Ball laufen lassen und offene Räume suchen“, heißt die Devise des Zwei-Städte-Teams, das sich für die erste Niederlage (23:26) im sechsten Spiel Hinrunde revanchieren will.


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