22:21 in Hildesheim HSG gewinnt ohne Fraatz, Verjans und Terwolbeck

Von Dieter Kremer

Bildete mit Luca de Boer einen starken Innenblock: Toon Leenders (in Rot, Foto vom Aue-Spiel). Foto: LeißingBildete mit Luca de Boer einen starken Innenblock: Toon Leenders (in Rot, Foto vom Aue-Spiel). Foto: Leißing

Hildesheim. Ihre Position im oberen Tabellendrittel gefestigt hat die HSG Nordhorn-Lingen in der 2. Bundesliga. Im Niedersachsenderby behaupteten sich die Handballer am Sonntag trotz dreier Ausfälle mit 22:21 (8:9) beim abstiegsbedrohten Neuling Eintracht Hildesheim.

„Ein ganz enges Spiel. Mit einem Unentschieden hätten wir heute auch leben können und müssen“, bilanzierte HSG-Coach Heiner Bültmann. Man habe in dem Spiel nicht so oft geführt, aber in der Schlussphase vorne gelegen, fügt er hinzu. „Und haben das dann auch clever und abgezockt über die Zeit gebracht.“

Im ersten Abschnitt dominierten vor 1232 Zuschauern die beiden Abwehrreihen. „Wir haben 30 Minuten gebraucht, um in einen Flow und richtig ins Tempo zu kommen“, sah Bültmann nach dem Seitenwechsel eine Leistungssteigerung seiner Offensive. 14 Tore in der zweiten Hälfte seien richtig gut. „Wir konnten uns im gesamten Spiel auf unsere Abwehr verlassen, was heute sehr wichtig war.“

Hildesheims Top-Shooter Savvas Savvas erzielte gegen Nordhorn-Lingen lediglich drei Tore. Bültmann: „Wir hatten ihn richtig gut im Griff.“ Gerade der Innenblock mit Luca de Boer und Toon Leenders habe einen Riesenjob gemacht, findet der Coach. „Leichte Tore hat er überhaupt keine bekommen. Er musste immer extrem hart arbeiten.“ Rückraumspieler Savvas wechselt in der nächsten Saison zum Erstligisten GWD Minden.

Bültmann musste in Hildesheim auf drei Stammkräfte verzichten. Mannschaftskapitän Alex Terwolbeck saß zwar auf der Bank, kam aber aufgrund seiner Knöchelverletzung nicht zum Einsatz. Auch Nicky Verjans und Yannick Fraatz konnten nicht mitwirken.

Die Gastgeber, die daheim erst sechs Punkte sammelten, hatten noch am Freitagabend in Emsdetten gespielt und 26:29 verloren, während die HSG bereits am Mittwoch mit 28:26 gegen Aue siegreich war. „Wir sind mit 4:0 Punkten aus diesem Doppelspieltag herausgegangen. Mannschaften über uns oder aus unserem direkten Umfeld haben verloren“, blickt Bültmann voller Vorfreude auf die anstehenden zwei Heimspiele in Folge gegen DJK Rimpar (Sonntag in Lingen) und HSG Konstanz (11. März in Nordhorn). „Jetzt haben wir uns die Ausgangsposition erspielt, die wir uns erhofft haben.“


Hildesheim - HSG 21:22 (9:8)

Eintracht Hildesheim: Twarz, Lefan (9 P.), Brucker, Schieb, Simon (2), Nelson (3), Heil (3), John (6/3), Lungela, Ignatow, Tzoufras (4), Wiebe, Dolezel, Backs, Papadopoulos, Savvas (3).

HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester (11 Paraden), Bartels (n.e.); Heiny, Leenders, Mickal (1), Miedema (2), Fraatz, Terwolbeck, de Boer, Vorlicek (4), Wiese (8), Smit (3), Seidel (4/3).

Siebenmeter: 3/3 (John ohne Fehler) - 3/5 (Mickal 20. und Seidel 42. scheitern an Lefan).

Zeitstrafen: 2 Min. (Papadopoulos 26.) / 2 Min. (Vorlicek 29.).

Zuschauer: 1273 in der Volksbank-Arena.

Schiedsrichter: Oliver Dauben / David Rohmer (beide Köln).

Beste Spieler: Lefan, Tzoufras, John / de Boer, Leenders, Wiese, Vorlicek.

Spielfilm: 1:1 (5.), 3:2 (10.), 4:2 (15.), 5:4 (20.), 5:6 (25.), 9:8 (Hz.), 12:11 (35.), 15:13 (40.), 16:16 (45.), 18:18 (50.), 20:21 (55.), 21:22 (En.).