Niedersachsen-Derby in Hildesheim Nordhorn-Lingen muss besonders auf ein Trio achten

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Fraglich ist der Einsatz von Alex Terwolbeck (l.) am Sonntag in Hildesheim. Der Mannschaftskapitän der HSG Nordhorn-Lingen verletzte sich beim Spiel gegen Aue. Foto: ScholzFraglich ist der Einsatz von Alex Terwolbeck (l.) am Sonntag in Hildesheim. Der Mannschaftskapitän der HSG Nordhorn-Lingen verletzte sich beim Spiel gegen Aue. Foto: Scholz

Lingen. Niedersachsen-Derby in der zweiten Handball-Bundesliga: Die HSG Nordhorn-Lingen tritt Sonntag um 17 Uhr bei Eintracht Hildesheim an und will die Position im oberen Tabellendrittel festigen.

Doch Trainer Heiner Bültmann muss sich nach dem 28:26-Heimsieg gegen den EHV Aue wieder mit Personalfragen beschäftigen. Denn Mannschaftskapitän Alex Terwolbeck verletzte sich in der ersten Hälfte am Knöchel. Ob er überhaupt mitwirken kann, dürfte sich beim Abschlusstraining am Samstag entscheiden. Neben dem schon die ganze Saison fehlenden Abwehrrecken Frank Schumann steht auch Nicky Verjans nicht zur Verfügung. Doch über die Verletztenmisere mag der Trainer nicht reden. „Das ermüdet. Wir konzentrieren uns besser auf den Gegner.“ Außerdem hat das Zwei-Städte-Team schon in schwierigerer Konstellation Lösungen gefunden. Den Part im Rückraum könnten Patrick Miedema und Lasse Seidel übernehmen.

28:25-Sieg in der Emslandarena

In der Hinrunde feierte die HSG beim 28:25 in der Emslandarena trotz eines Halbzeit-Rückstands den fünften Sieg in Serie. „Aber in Hildesheim haben wir uns meist schwer getan“, sagt Bültmann.

Gastgeber holte drei neue Spieler

Die Gastgeber sind in den letzten Wochen immer tiefer in den Tabellenkeller gerutscht, haben den Anschluss allerdings nicht verloren. Mit einem Erfolg könnte Hildesheim, das daheim allerdings erst sechs Punkte sammelte, an Aue vorbei auf einen Nichtabstiegsplatz ziehen. In der Winterpause hat das Team von Gerald Oberbeck, der seit über 25 Jahren als Trainer oder Geschäftsführer bei der Eintracht engagiert ist, personell noch einmal nachlegt und ein Trio verpflichtet: Linksaußen Jost Brücker (HC Kriens-Luzern), der viele Einsatzzeiten bekommen hat, sowie die Rückraumspieler Radek Dolezel (HC Zlin/Tschechien) und Julius Heil vom Zweitliga-Rivalen HSG Konstanz, der beim 27:27 gegen seinen Ex-Klub vier Tore geworfen hat.

Savvas Savvas der Top-Torjäger

Die kämpferisch starken Hildesheimer wollen die 2. Bundesliga, in die sie nach zweijähriger Abstinenz zurückgekehrt sind, unbedingt halten. Zentrale Stationen im Spiel sind der torgefährliche Spielmacher Robin John, der bullige Kreisläufer Nikolaos Tzoufras und Top-Shooter Savvas Savvas, der rund ein Drittel aller Treffer seines Teams erzielt hat. Der Rückraumspieler wechselt in der nächsten Saison zum Erstligisten GWD Minden. „Er hat enorme physische Qualitäten, trifft schnelle Wurfentscheidungen und ist explosiv“, sagt Bültmann. Es gelte, seine Wurfquote niedrig zu halten; wie im Hinspiel mit sechs Toren bei 14 Versuchen. Da sei der Innenblock gefordert. Toon Leenders und Luca de Boer verfügten über die nötige Qualität.

HSG mit längerer Pause

Dass die Pause der Hildesheimer, am Freitag noch in Emsdetten gefordert, kürzer ist als die der HSG, die Mittwoch gegen Aue antrat, könnte ein kleiner Vorteil sein. Das Zwei-Städte-Team will auf die erste Halbzeit gegen Aue aufbauen, als es sich in allen Bereichen stabil präsentierte. 6:2 Punkte hat es in der Rückrunde geholt. Bei einem Erfolg in Hildesheim könnte es vor den beiden Heimspielen gegen Rimpar und Konstanz zusätzlichen Schwung holen.


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