28:26-Erfolg Nordhorn-Lingen macht es bei Sieg gegen Aue unnötig spannend

Von Uli Mentrup


Nordhorn. Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen hat sich vor 1814 Zuschauern im Euregium mit 28:26 (17:11) gegen den EHV Aue durchgesetzt. Nach der Pause machte es der Gastgeber unnötig spannend und zitterte sich zum knappen Erfolg.

Von Anfang an hellwach, lautete die Forderung von HSG-Trainer Heiner Bültmann nach der Niederlage in Hagen. Die Botschaft schien angekommen zu sein. Der Gastgeber ließ nichts anbrennen. Drei Angriffe, drei Tore durch Jens Wiese, 3:1.

Aue geht 5:4 in Führung

Danach allerdings ließen Konzentration und Entschlossenheit kurzfristig etwas nach. Die Erzgebirgler, die auf den gefährlichsten Schützen Marc Pechstein, der im Studium gefordert war, sowie den verletzten Jörg Neuteboom verzichten mussten, gingen mit 5:4 in Führung (8.). Aber das war es zunächst.

Vorlicek wirft drei Tore in Serie

Nordhorn-Lingen drehte wieder auf, erzielte dreimal drei Tore in Serie bis zum Seitenwechsel und lag deutlich mit 17:11 vorn. Die Treffer 15 bis 17 warf Philipp Vorlicek im Alleingang. Sechsmal überwand er bis zur Pause die EHV-Torhüter Erik Töpfer und Robert Wetzel. Aber Björn Buhrmester hielt im Euregium gegen. Bis dahin hatte er bereits drei Siebenmeter abgewehrt. Die Partie schien schon fast entschieden. „Darauf können wir aufbauen“, sagte Bültmann, der auf Nicky Verjans verzichten musste. Alex Terwolbeck musste nach dem ersten Durchgang mit einer Knöchelverletzung passen. Der Abwehr bescheinigte der Coach einen guten Zugriff. Gefallen hatte ihm die kämpferische Einstellung über 60 Minuten.

Aue stellt auf 5:1-Abwehr um

Mit der zweiten Hälfte konnte der Coach nicht zufrieden sein. Darüber werde vor dem Auswärtsspiel am Sonntag in Hildesheim noch zu reden sein. Es passte zunächst in Abwehr und Angriff nicht viel zusammen. Der Gast, bei dem Kapitän Eric Meinhardt jetzt auch die Siebenmeter verwandelte, verkürzte beständig. Nach einem Fünf-Tore-Lauf war der Vorsprung der HSG auf einen einzigen Zähler zusammengeschmolzen wie Schnee in der Sonne (18:17, 39.). Aue stellte auf eine effektive 5:1-Abwehr um, mit der die HSG zunächst einige Probleme hatte, und ließ sich nicht einmal von der Roten Karte gegen Kevin Roch aus dem Rhythmus bringen.

Erleichterung nach 19:17 durch Smit

Erleichterung nicht nur auf den Rängen, als der agile und bissige Alec Smit zum 19:17 traf, der zweite Treffer für den Gastgeber nach dem Wechsel! Die HSG setzte sich wieder ab, verfügte über bessere Abschlüsse, aber die Sachsen blieben dran. Die Zitterpartie endete 28:26.