Auf dem Ergometer WM-Silber für Lingener Ruderin Luisa Neerschulte

Von Wilfried Roggendorf

Die Lingenerin Luisa Neerschulte (links) gewinnt bei der Ergometer-WM in Alexandria (USA) die Silbermedaille hinter der Weltrekordhalterin Olena Burjak (rechts) aus der Ukraine. Foto: Wilfried RoggendorfDie Lingenerin Luisa Neerschulte (links) gewinnt bei der Ergometer-WM in Alexandria (USA) die Silbermedaille hinter der Weltrekordhalterin Olena Burjak (rechts) aus der Ukraine. Foto: Wilfried Roggendorf

Alexandria. Ruderin Luisa Neerschulte aus Lingen hat bei der Ergometer-WM im US-amerikanischen Alexandria die Silbermedaille gewonnen.

Neerschulte war mit dem Ziel, bei der Ergometer-WM unter die Top Ten zu kommen, in die USA geflogen. „Mit der Silbermedaille bin ich natürlich sehr zufrieden“, kommentierte Neerschulte, deren Heimatverein der ESV Lingen ist, ihren Erfolg.

Bewusst defensiv gefahren

Die 2000-Meter-Strecke absolvierte Neerschulte in Alexandria in 6:55,0 Minuten. Damit verfehlte sie ihre persönliche Bestzeit von 6:51,8 Minuten um 3,2 Sekunden. Vor dem Abflug zum Wettkampf in den USA hatte sich Neerschulte vorgenommen, bei der WM unter 6:50,0 Minuten zu rudern. „Klar hätte meine Zeit besser sein können, aber ich bin auf den Rat unseres Trainers hin bewusst defensiv gefahren“, sagte Neerschulte. Zu oft würden sich die Ruderer bei einem solchen Wettkampf übernehmen, habe der Trainer sie vor dem Start gewarnt. Zudem seien die Bedingungen bei der WM andere als bei einem Kadertest. „Bei den Tests gibt es bessere Luft, es herrscht mehr Ruhe, die Vorbereitung ist anders und vorallem habe ich dann nicht so eine lange Anreise und spüre keinen Jetlag“, begründete Neerschulte, warum sie letztlich in den USA doch zurückhaltender gerudert sei.

Sieg von vorneherein ausgeschlossen

Goldmedaillengewinnerin Olena Burjak (Ukraine) ruderte bei der WM in einer eigenen Liga und siegte in 6:26,1 Minuten. Aber auch sie blieb deutlich unter ihrer eigenen Weltrekordzeit von 6:22,8 Minuten. Neerschulte hatte es von vorneherein ausgeschlossen, ihre rund 20 Zentimeter größere und etwa 15 Kilogramm schwerere Konkurrentin schlagen zu können. Die Lingenerin setzte sich jedoch gegen die Drittplatzierte, die Chinesin Rui Ju, die für die 2000 Meter 6:59,4 Minuten benötigte, mit einem klaren Vorsprung von 4,4 Sekunden durch.