24:26 beim Aufsteiger verloren Nordhorn-Lingen macht es in Hagen erst spät spannend

Von Uli Mentrup

Mit sieben Toren war Lasse Seidel der gefährlichste Schütze der HSG Nordhorn-Lingen. Er konnte die 24:26-Niederlage beim Aufsteiger VfL Eintracht Hagen aber nicht verhindern. Foto: ScholzMit sieben Toren war Lasse Seidel der gefährlichste Schütze der HSG Nordhorn-Lingen. Er konnte die 24:26-Niederlage beim Aufsteiger VfL Eintracht Hagen aber nicht verhindern. Foto: Scholz

Hagen. Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen hat mit 24:26 (9:14) beim VfL Eintracht Hagen vor 1111 Zuschauern in der Arena am Ischeland verloren. Damit kassierte das Zwei-Städte-Team im dritten Spiel die erste Niederlage in der Rückrunde. „Mit einer etwas besseren Leistung wäre vielleicht mehr möglich gewesen“, meinte Trainer Heiner Bültmann.

Die Niedersachsen, die in der Hinrunde 30:27 gewonnen hatten, erwischten bei den Südwestfalen einen rabenschwarzen Start. Nach 4,28 Minuten lagen sie 0:5 zurück. Nach einem technischen Fehler und drei Fehlwürfen nahm Bültmann eine frühe Auszeit. „Wir haben freie Bälle vergeben und wurden mit Gegentoren bestraft“, erklärte er. „Das war ein Rucksack, den wir das ganze Spiel schleppen mussten.“ Youngster Yannick Fraatz erzielte nach genau fünf Minuten den ersten Treffer für die HSG.

Der Gastgeber führt 12:5

Doch Nordhorn-Lingen kam zunächst nicht entscheidend heran. Im Gegenteil: Hagen zog sogar auf 10:4 (23.) und 12:5 (26.) davon. Erst als der Gastgeber in den letzten zweieinhalb Minuten vor der Pause drei Zeitstrafen kassierte, verkürzte die HSG endlich. Die letzten vier Angriffe schloss der Gast jeweils mit einem Torerfolg ab.

Rot für Leenders

Einen besseren Lauf erwischte Nordhorn-Lingen Mitte der zweiten Halbzeit. Kurz nachdem Toon Leenders nach zwei Zeitstrafen wegen eines Foulspiels die Rote Karte sah, führten sechs Angriffe in Folge zu Treffern. Jens Wiese (4) und Luca de Boer (2) trafen in dieser Phase. Es blieben die einzigen Tore des Duos in diesem Spiel. Der Gast verkürzte auf 20:23 (49.). Es wurde spannend.

Steigerung nach der Pause

„In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht“, sagte Bültmann. In der Abwehr lief es schon ab Mitte des ersten Durchgangs ordentlich. Der Angriff brauchte etwas mehr Zeit. Aber dann traf die HSG auch aus dem Rückraum, machte viel Tempo. Gerade als sie wieder dran war, kassierte sie unglückliche Gegentore. „Das war bitter“, bekannte Bültmann.

Hagen wechselt die Torhüter

Hagens Trainer Niels Pfannenschmidt wechselte die Torhüter: Für Tobias Mahncke kam der Kroate Dragan Jerkovic.

Hoffnung beim 23:25

Näher kam Nordhorn-Lingen nur noch beim 23:25 (59.) sowie mit dem letzten Angriff zum 24:26 heran, den Lasse Seidel erfolgreich abschloss. Beim 23:25 hoffte der Gast, als er Hagen direkt nach der Mitte den Ball abluchste. Doch das Zwei-Städte-Team, das auch auf den zuletzt angeschlagenen Philipp Vorlicek zurückgreifen konnte, verpasste den Anschlusstreffer.


VfL Eintracht Hagen - HSG Nordhorn-Lingen 26:24 (14:9)

VfL Eintracht Hagen: Mahncke (11 Paraden), Jerkovic (7 Paraden), Kress (3/2), Tubic (5), Prohl (1), Schneider (2), Fauteck, Renninger (2), Konitz (6), Konig, Waldhof (1), Bornemann (1), Mestrum (1), van Boenigk (4).

HSG Nordhorn-Lingen: Kaleun, Buhrmester (15 Paraden), Verjans (5/2), Heiny (1), Leenders (2), Mickal, Miedema (1), Fraatz (1), Terwolbeck (1), de Boer (2), Vorlicek, Wiese (4), Smit, Seidel (7/2)

Siebenmeter: 2/2 (Kress verwandelt jeweils) - 4/6 (Seidel, 24., scheitert an Mahncke, Verjans, 50., an Jerkovic; beide treffen zweimal).

Zeitstrafen: Zeitstrafen: 10 Min. (Fauteck, 28., 30.; Bornemann, 29.; Waldhof, 39.; Mestrum, 42.; / 8 Min. (de Boer, 8.; Heiny, 18.; Leenders, 32., 36.).

Rote Karte: Leenders (42., der seinen Gegenspieler im Gesicht trifft).

Zuschauer: 1111 in der Arena am Ischeland.

Schiedsrichter: Thorsten Kuschel (Hagenbach) / Thomas Kern (Bellheim)

Beste Spieler: Mancke, Jerkovicz Konitz, Tubic / Buhrmester, Leenders, Seidel.

Spielfilm: 2:0 (2.), 5:0 (5.), 5:2 (7.), 6:2 (9.), 6:3 (15.), 7:4 (17.), 10:4 (23.), 12:5 (26.), 13:6 (27.), 14:9 (Hz.), 14:10 (31.), 16:11 (35.), 17:11 (37.), 19:12 (41.), 20:13 (42.), 20:16 (45.), 23:20 (49.), 25:21 (54.), 25:23 (59.) 26:24 (E).