Spelle wieder über dem Strich Volleyball: FC Leschede feiert Aufstieg und Meisterschaft

Von Kim Patrick von Harling


Meppen. Die ersten Entscheidungen in der laufenden Volleyball-Saison sind am Wochenende gefallen. So sicherte sich der FC Leschede frühzeitig die Oberliga-Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga. Regionalligist SC Spelle-Venhaus darf wieder vom Klassenerhalt träumen.

Regionalliga, Frauen: Gerät Union Lohne noch einmal in akute Abstiegssorgen? Nachdem die Mannschaft von Trainer Harald Nüsse noch einen Überraschungssieg gegen den SC Langenhagen eingefahren hatte (3:2), blieben weitere Bonuspunkte gegen das Spitzenteam VfL Lintorf am Samstag aus – 0:3. Somit beträgt der Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz nur noch drei Punkte. Allerdings ist der erste direkte Abstiegsrang bereits sechs Zähler entfernt.

Neue Hoffnung im Abstiegskampf schöpft der SC Spelle-Venhaus. Der 3:0-Heimerfolg am Samstag über den direkten Konkurrenten USC Braunschweig zählt in die Kategorie: Big Points. „Wir hatten vorher viel Druck. Der Sieg gegen Lintorf und das dazugehörige gute eigene Spiel haben uns Mut gemacht“, sagte Spelles Trainer Sebastian Gartemann. Die Gastgeber kamen vor allem über druckvolle Aufschläge ins Spiel. Allerdings warnt der Übungsleiter vor Überheblichkeit: „Wir sollten nicht den Fehler machen, unsere Leistung derart in den Himmel zu loben.“

Oberliga, Frauen: „So sehen Meister aus“, schallte es am Sonntag durch die Halle. Der Grund: Der FC Leschede feierte am Sonntag zwei Siege gegen seine direkten Verfolger TSG Westerstede (3:1) und SV Bad Laer (3:0). Durch die sechs Punkte sind die Emsländerinnen drei Spieltage vor Saisonende nicht mehr einzuholen. Somit kehrt das Team von Coach Dieter Jansen nach nur einer Serie in der Oberliga zurück in die Regionalliga. „Wir haben uns selbst beschenkt“, jubelte Kapitänin Lena Schürmann. „Durch eine absolute Teamleistung konnten wir uns den Traum erfüllen, in der nächsten Saison noch einmal in der Regionalliga aufzulaufen.“

Ebenfalls ihr Ziel vorzeitig erreicht hat Leschedes zweite Mannschaft. Nach dem 3:1 gegen den TuS Zeven am Samstag ist ihr der Klassenerhalt nicht mehr zu nehmen. Beeindruckend: Das Team steht in seiner ersten Oberliga-Saison sogar hinter der eigenen Ersten auf Rang zwei. Die beiden finalen Spiele kann der FC Leschede II also ohne großen Druck angehen.

Verbandsliga, Herren: Wieder einmal stellte sich die Mannschaft von Union Lohne aufgrund von zahlreichen Ausfällen am Samstag selbst auf. Mit nur sechs Spielern verloren die Grafschafter mit 1:3 beim Meisterschaftskandidaten TG Wiesmoor. „Trotzdem haben wir Wiesmoor einiges abverlangt“, betonte Lohnes Holger Moss. Spielertrainer Thomas Arens, der notgedrungen als Mittelangreifer agieren musste, hatte als Devise herausgegeben, ohne Druck an die Sache heranzugehen. Die Mannschaft hielt sich dran. Mit einer besonders guten Leistung machte Außenangreifer Lukas Lindt auf sich aufmerksam.

Verbandsliga, Frauen: Ganz eng wird es nun für Union Lohne II. Die Regionalliga-Reserve verlor am Samstag beim Schlusslicht Olympia Uelsen mit 1:3 und steht nun selbst am Tabellenende. Drei Spiele lang haben die Grafschafterinnen noch Zeit, den Abstieg zu verhindern. Die Chance hierzu ist allerdings nur noch von theoretischer Natur. Zum einen müsste Lohne alle Partien gewinnen, zum anderen müsste die gesamte Konkurrenz patzen. SV Cappeln auf dem Relegationsplatz hat zudem ein Spiel weniger auf dem Konto.

Den direkten Aufstieg abhaken müssen die Volleyballerinnen des MTV Lingen nach dem deutlichen 0:3 bei Spitzenreiter Tecklenburger Land Volleys am Sonntag. Auch der Rückstand zum Relegationsplatz zwei ist sieben Punkte entfernt, der VC Osnabrück II verbucht zudem noch ein Spiel weniger.

Das punktlose Wochenende für die Verbandsligisten machte Alemannia Salzbergen mit dem 1:3 bei den Tecklenburger Land Volleys perfekt. Nur einen Punkt steht die Mannschaft von Trainer Berthold Trepohl vor dem Abstiegsrelegationsplatz. Aus eigener Kraft können die Salzbergenerinnen am 24. Februar beim Heimspieltag gegen die direkte Konkurrenz den Klassenerhalt perfekt machen.

Landesliga I, Frauen: Für Raspo Lathen geht es nach den Siegen am Samstag gegen den FTC Hollen (3:0) und SV Wietmarschen II (3:1) aller Voraussicht nach in die Relegation zur Verbandsliga. Der zweite Platz ist der Mannschaft von Trainer Gerrit de Boer nicht mehr zu nehmen. Der erste Rang, der den direkten Aufstieg bedeuten würde, wird aktuell mit drei Punkten Vorsprung vom SC Union Emlichheim IV belegt. Bei nur noch zwei Saisonspielen kann Lathen nur noch auf fremde Schützenhilfe hoffen.

Leichtes Spiel hatte Alemannia Salzbergen II am Samstag gegen den Aufsteiger TV Meppen. Für den 3:0-Sieg benötigten die Gastgeber gerade einmal 50 Minuten. „Bemerkbar machte sich hier das Aufschlagtraining der letzten Wochen“, sagte Salzbergens Spielertrainerin Ulla Piepel. „Gleichzeitig konnte durch eine sichere Annahme- und Abwehrleistung der eigene Angriff super in Szene gesetzt werden.“ Ganz anders erging es der Piepel-Truppe gegen den Spitzenreiter SC Union Emlichheim IV beim 0:3. „Hier hatten wir massive Probleme in der Annahme der starken Aufschläge der Gäste“, bilanzierte Piepel.