Gegen Eisenach fast komplett Nordhorn-Lingen will das Tempospiel reaktivieren

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Wieder dabei: Rechtzeitig zum Punktspielstart 2018 steht auch Kreisläufer Luca de Boer wieder zur Verfügung. Die HSG Nordhorn-Lingen erwartet Sonntag in der Emslandarena den ThSV Eisenach. Foto: ScholzWieder dabei: Rechtzeitig zum Punktspielstart 2018 steht auch Kreisläufer Luca de Boer wieder zur Verfügung. Die HSG Nordhorn-Lingen erwartet Sonntag in der Emslandarena den ThSV Eisenach. Foto: Scholz

Lingen . Große Erleichterung beim Handball-Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen. Gerade noch rechtzeitig zum Punktspielauftakt 2018 am Sonntag um 17 Uhr in der Emslandarena gegen ThSV Eisenach haben sich weitere Spieler zurückgemeldet und für eine gute Trainingswoche gesorgt.

Trainer Heiner Bültmann klang nach der Rückkehr von Luca de Boer (Schulterverletzung) und Alex Terwolbeck (Sehnenabriss im Daumen) zuversichtlicher als noch vor einer Woche, als das Comeback des Duos noch nicht sicher war. Verspätet waren ja auch die angeschlagenen Jens Wiese und Patrick Miedema wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Aber alle sind auch beim Test gegen Emsdetten zum Einsatz gekommen. Jetzt fehlen nur noch der langzeitverletzte Frank Schumann und der am Daumen operierte Pavel Mickal.

Im taktischen Bereich gearbeitet

„In dieser Woche konnten wir fast komplett trainieren“, registrierte der Coach bei den Einheiten „einen richtig guten Zug“. Die Spieler hätten Spaß und Bock gehabt gerade bei den Spielen sechs gegen sechs, die zuvor gar nicht möglich gewesen seien. „Wir haben das intensiv genutzt und von Training zu Training Fortschritte gemacht“, erklärte Bültmann, der mit den Spielern endlich auch im taktischen Bereich arbeiten konnte, nach dem Parforce-Ritt.

Trainer fordert Kampf und Leidenschaft

„Aber“, mahnt Bültmann, „wir können in diesem Bereich nach einer Woche nicht bei 100 Prozent sein. Wenn das ginge, würden es alle machen“, schmunzelt er gegen Ende der vierwöchigen Winter-Vorbereitung. Immerhin verfügt er über ein länger eingespieltes Team. Mannschaftliche, spielerische und taktische Defizite müssten am Sonntag durch Kampf, Leidenschaft und die Unterstützung der Zuschauer kompensiert werden. Am Freitagmittag waren nur noch knapp 100 Sitz-, aber noch reichlich Stehplätze vorhanden. „Wir müssen schnell auf Betriebstemperatur kommen“, sagt Bültmann.

Gerlich Top-Schütze der Gäste

Gegen die Thüringer will das Zwei-Städte-Team das Tempospiel reaktivieren, das wegen der Personalsorgen zuletzt ausfiel. Davon profitierte die HSG schon beim 28:25-Auswärtserfolg in der Hinrunde. Bültmann erwartet gegen die langen ThSV-Recken kreative Entscheidungen. „Wir wollen die Abwehr in Bewegung bringen.“ Die eigene Abwehr müsse vor allem auf die gefährlichen Rückraumschützen wie etwa den Top-Schützen Matthias Gerlich achten.

ThSV holte zuletzt 4:2 Punkte

Eisenach belegt überraschend einen Abstiegsplatz, hat sechs der der zehn Zähler auswärts gesammelt. Der neue Coach Arne Kühr, der von seinem Zwillingsbruder Nils unterstützt wird, hat im Dezember Christoph Jauernik abgelöst. Bei 4:2 Punkten ist der langjährige ehemalige Erstligist, zuletzt ungeschlagen. Im Kader stehen noch etliche Akteure mit Bundesligaerfahrung wie Marcel Schiedermann, Duke Miljak, Marcel Wöhler, Daniel Lutter oder der erst im Dezember reaktivierte Däne Nicolai Hansen, der mit seiner aggressiven und emotionalen Spielweise für viel Dampf im ThSV-Spiel sorgt. In der Abwehr hat sich wenig verändert. Im Angriff ist das Konzept schlanker geworden. Ein Platz unter den Top-Sechs war ursprünglich Ziel der Eisenacher, die über einen starken Kader verfügen.


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