2471 Besucher im Schnitt Nordhorn-Lingen bei Zuschauerzahlen klar vorn

Von Uli Mentrup

Großes Interesse zeigen die HSG-Anhänger. Nordhorn-Lingen weist die besten Zuschauerzahlen der 2. Bundesliga auf. Foto: ScholzGroßes Interesse zeigen die HSG-Anhänger. Nordhorn-Lingen weist die besten Zuschauerzahlen der 2. Bundesliga auf. Foto: Scholz

Lingen. Dass die HSG in den Heimspielen besonders stark auftritt, ist für Trainer Heiner Bültmann kein Zufall. Dort genießt sein Team in den gut gefüllten Spielstätten Emslandarena und Euregium große Unterstützung. Mit 2471 Zuschauern im Schnitt setzt Nordhorn-Lingen die Bestmarke der Liga.

„Wir sind stolz, dass wir den besten Zuschauerschnitt haben“, erklärt Bültmann. Diese besondere Atmosphäre könne man auswärts nicht künstlich erzeugen. In der vergangenen Saison kamen im Schnitt 2056 zur HSG. Nach der Krise im Frühjahr 2017 hat es noch einmal einen Schub gegeben. In der Saison 2015/16 lag der Zuschauerschnitt bei 1898, 2014/15 bei 2193, 2013/14 bei 1972 und 2012/13 bei 1399.

Vier Teams mit mehr als 2000 Besuchern

Aktuell weisen vier Vereine einen Schnitt von mehr als 2000 Besuchern auf: neben der HSG noch Balingen-Weilstetten (2093), HSC Coburg (2084) und Spitzenreiter Bergischer HC (2057). Weniger als 1000 Besucher kommen nur zu den Aufsteigern Rhein Vikings (932) und Hagen (699).

Liga-Schnitt verbessert von 1380 auf 1585

Insgesamt strömten 317081 Zuschauer in die Zweitliga-Hallen (Schnitt 1585). Damit verzeichnen die Klubs ein sattes Plus. In der vergangenen Serie kamen im Durchschnitt 1380 Besucher (insgesamt 524317).

Bergischer HC mit starkem Kader vorn

Die gestiegene Nachfrage liegt auch an den interessanten Klubs. Dabei ist es durchweg spannend. Der Alleingang des Bergischen HC ändert daran wenig. Der Bundesligaabsteiger ist mit fast noch stärkerem Kader in die Saison gestartet. Mit 38:2 Punkten hat sich das Team schon ein Stück weit abgesetzt.

Bietigheim überrascht

Eine starke Rolle spielt SG BBM Bietigheim. Auf Platz zwei hat der ärgste Verfolger zwar sieben Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter, aber auch schon drei Zähler Vorsprung vor dem VfL Lübeck-Schwartau. Weiter oben war eigentlich Absteiger HBW Balingen erwartet worden, der beim Wunsch nach sofortiger Rückkehr ins Handball-Oberhaus auf sportliche Qualität und Finanzkraft gesetzt hat. Der Klub aus dem südlichen Baden-Württemberg ist allerdings nur Neunter, einen Punkt hinter der HSG, aber schon acht Zähler hinter Bietigheim auf Platz zwei. Und seit dieser Saison steigen nur noch zwei Mannschaften auf. Positiv überrascht hat auch der Dessau-Roßlauer HV, der sich dank einer starken Serie von zehn Spielen ohne Niederlage punktgleich hinter die HSG auf Rang acht geschoben hat.

Eisenach Sonntag in der Emslandarena

Anders als in der vergangenen Saison, als mehr als die halbe Liga lange um den Klassenerhalt bangen musste, gibt es jetzt schon einen kleinen Bruch in der Tabelle: Hinter TuSEM Essen auf Rang elf folgen mit drei Punkten Rückstand, die allerdings schnell zu überwinden sind, die HC Rhein Vikings aus Düsseldorf. Mit Eintracht Hildesheim (17.) belegt nur ein Aufsteiger einen Abstiegsrang. Völlig unerwartet ist der ThSV Eisenach mit nur zehn Punkten 18. Die Thüringer, am Sonntag um 17 Uhr in der Emslandarena Gegner der HSG, spielten von 1997 bis 2004 sowie 2013/14 und 2015/16 in der Bundesliga. Anspruch war ein Platz im oberen Tabellendrittel.