Nahaufnahme Meppenerin Gwendolyn Hecht: Zum Segeln nach Spanien

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Gwendolyn Hecht (links) und ihre Schwester Muriel starten in der 42er-Klasse. Foto: SvSEGwendolyn Hecht (links) und ihre Schwester Muriel starten in der 42er-Klasse. Foto: SvSE

Meppen. „Wir fahren gleich noch zum Flughafen“, sagte Gwendolyn Hecht vom Segelverein Speichersee Emsland noch am Mittwochvormittag. Gemeinsam mit ihrer Schwester Muriel geht es nach Spanien. Das ist keine Ausnahme, denn dort sind die Trainingsvoraussetzungen optimal, wenn es um das Segeln geht.

Für ihre Leidenschaft nimmt sie beeindruckende Distanzen auf sich. Bis Sonntag, also während der gesamten Zeugnisferien, verbringt die 17-Jährige die meiste Zeit auf dem Wasser gemeinsam mit ihrer 14-jährigen Schwester und Segelpartnerin Muriel. „Dort findet dann den ganzen Tag über Training statt“, erklärt Gwendolyn Hecht, die auf das Windthorst-Gymnasium in Meppen geht. In Spanien bereitet sie sich gemeinsam mit dem Landeskader Niedersachsen, in den Gwendolyn Hecht erst in diesem Jahr berufen wurde, auf die kommenden Aufgaben vor.

Erster Platz in Bad Zwischenahn

Allgemein investiert sie viel Zeit ins Segeln. Bereits eine Woche vor Weihnachten ging es nach Spanien, auch über Ostern soll es in den Süden Europas gehen. Auch Trainingseinheiten am Wochenende in Kiel oder Steinhude sind keine Ausnahme. Der Aufwand lohnt sich. „Die Berufung in den Landeskader und ein erster Platz bei der Regatta in Bad Zwischenahn im vergangenen Jahr sind bisher meine größten Erfolge“, freut sich Gwendolyn Hecht, die mit ihrer Schwester in der 420er-Klasse an den Start geht.

Talent in die Wiege gelegt bekommen

Dass sie gemeinsam mit ihrer Schwester das Segeln erlernte, war nicht wirklich verwunderlich. Der Vater besitzt den Segelschein, sodass Gwendolyn Hecht schon früh im Boot saß. „Irgendwann meinte er, dass wir das doch auch mal ausprobieren könnten“, erinnert sich die Gymnasiastin, die parallel auch Tennis bei Union Meppen spielt, an die Anfänge. „Das hat mir Spaß gemacht, so richtig angefangen haben wir in Geeste.“

„Dort vergisst man einfach alles“

Während Gwendolyn Hecht über das Segeln spricht, gerät sie förmlich ins Schwärmen: „Es ist cool, auf dem Wasser zu sein. Dort vergisst man einfach alles, man kann bei jedem Wetter segeln. Auch wenn ich schon oft gesegelt bin, ist es jedes Mal anders.“ Natürlich bleibt es nicht aus, dass Gwendolyn Hecht ins Wasser fällt. Das bringt der Sport mit sich. Angst verspürt die 17-Jährige nicht.

Gehirnerschütterungen kein Grund zum Aufhören

Blessuren bleiben dennoch nicht aus. So kenterte sie auf dem Gardasee und bekam im gleichen Zug das Schwert des Bootes an den Kopf – sie war kurze Zeit bewusstlos. „Ich hatte auch schon ein paar Gehirnerschütterungen, aber nichts Tragisches“, berichtet Gwendolyn Hecht. So setzt sie sich weiterhin ohne Angst vor erneuten Verletzungen Ziele: Irgendwann soll es mal zu den Europameisterschaften gehen.


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