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Zukunftstage 2017 Technikstunde mit Tesla für 500 Schüler in Papenburg und Dörpen

Von Gerd Schade | 29.05.2017, 19:47 Uhr

Mehr als 500 Schüler in Papenburg und Dörpen sind am Montag in den Genuss einer besonderen Unterrichtsstunde gekommen. Im Rahmen der ersten Zukunftstage für Papenburg und Dörpen fuhr Organisator Andreas Damke mit einem Modell des US-amerikanischen Elektroautoherstellers Tesla vor.

Als Damke das leuchtend rote „Model X“, Neupreis mehr als 100.000 Euro, auf den Vorplatz des Dörpener Rathauses lenkt, zieht es sofort die Blicke der Schüler der Oberschule und des Gymnasiums auf sich. Spätestens als sich auf sanften Knopfdruck die Flügeltüren des geräumigen Sechssitzers heben, werden die ersten Smartphones gezückt. Auch einige Passanten bleiben neugierig stehen.

Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken (CDU) macht aber gleich zu Beginn deutlich, dass es bei der Vorführung keineswegs darum gehe, „Tesla zu verherrlichen, sondern um Zukunftstechnik“. Dazu passt, dass sich Papenburg und Dörpen gemeinsam um einen Batterie-Produktionsstandort bewerben, den Tesla in Europa errichten will. Um die Gunst der Amerikaner buhlen allerdings mehr als 300 Mitbewerber. Die Papenburg-Dörpener Bewerbung war Damke zufolge auch die Initialzündung für die Zukunftstage, bei denen es vor allem um ein Treffen für Unternehmen aus der Region mit dem Ziel geht, neues Denken zu wagen und sich besser zu vernetzen. Die Kernveranstaltung findet am kommenden Freitag, 2. Juni 2017, im Alten Güterbahnhof in Papenburg statt. Im Arkadenhaus gibt es tags zuvor einen Erlebnisabend unter anderem mit Livemusik, zu dem nach Angaben der Veranstalter jeder willkommen ist. Noch bis einschließlich Dienstag, 30. Mai 2017, läuft ein Ideenbewettbewerb zu den Zukunftstagen, bei denen es als Hauptpreis ein NOZ-Jahresabo „Digital-Premium“ inklusive iPad Air 2 zu gewinnen gibt.

„Innovation bedeutet, Ideen zu haben und sie umzusetzen“, erklärt Damke den Schülern bei der Technikunterrichtsstunde unter freiem Himmel in Dörpen. Dazu brauche man Mut und manchmal auch Geld. Tesla sei in mehrfacher Hinsicht ein gutes Beispiel für neues und freies Denken.

Tesla-Chef Elon Musk habe bewusst ein Elektroauto schaffen wollen, dass nicht nur funktional ist, sondern das Spaß macht. Das „Model X“ hat 525 PS, ist vollgepackt mit Software und beschleunigt in fünf Sekunden von 0 auf 100. „Das ist Fun pur“, sagt Damke.

Und doch geht es nicht nur um Spaß, sondern auch um Nachhaltigkeit. Für die Schüler verblüffend: Der Raum unter der „Motorhaube“, die in diesem Fall gar keine ist, ist leer. Der Wagen verfügt über mehrere kleine Elektromotoren, die wartungsfrei und deshalb auch nicht erreichbar sind, wie Damke erklärt. Die Batterie ist unter dem Auto angebracht, was ihm einen tiefen Schwerpunkt beschere. Im Wagen selbst ist dadurch viel mehr Platz.

Nächstes Ziel von Tesla sei es, mit den Elektroautos preislich „in den normalen Bereich“ zu kommen, so Damke. Als das Unternehmen sein „Model 3“, in Größe und Preis vergleichbar mit einem 3er-BMW, vorgestellt habe, habe es innerhalb von zwei Wochen rund 400.000 Blindbestellungen von Kunden gegeben. „Das gab es noch nie“, sagt Damke.

Nach seinen Worten gibt es an Autobahnen in ganz Europa alle 150 Kilometer Gratis-Schnellladestationen (Supercharger). Am Donnerstag soll vor dem Arkadenhaus eine enthüllt werden.

Für Tesla hat es sich Damke zufolge ausgezahlt, das System Elektromobilität neu zu denken. „Es ist gut, über Grenzen hinwegzudenken und dabei schneller als andere zu sein. Denn es kann Wettbewerbsvorteile verschaffen. Und: Neue Technologie sollte uns keine Angst machen“, so Damke.