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Zehn Verletzte bei Teil Eins 30 Security-Mitarbeiter sichern Dörpener Beach-Party

Von Maike Plaggenborg, Maike Plaggenborg | 14.06.2016, 21:18 Uhr

Insgesamt zehn Verletzte gab es bei der Beach-Party in Dörpen am vergangenen Wochenende. Ein 18-Jähriger hat allein sieben Besucher angegriffen. Für Teil zwei der Feier sehen sich die Veranstalter aber gut vorbereitet.

Am Sonntag noch war nach Polizeiangaben von acht Opfern die Rede, sieben ist die Zahl, die die Beamten auf erneute Nachfrage mitteilten. Ein 18-Jähriger aus Papenburg hatte zwischen 2.30 Uhr und 3 Uhr wahllos Menschen in der Reithalle sowie draußen auf dem Party-Gelände angegriffen und geschlagen. Sieben Besucher wurden leicht verletzt. Der stark alkoholisierte Täter dagegen musste später ins Krankenhaus gebracht werden, weil er nicht mehr ansprechbar gewesen sei, teilte die Polizei auf Anfrage mit, die als Grund dafür dessen Alkoholvergiftung nannte. Verletzungen durch Security-Mitarbeiter, die den Mann zu Boden gebracht und gefesselt hatten, schlossen die Beamten aus.

Drei weitere Fälle von Körperverletzung

Daneben hat es am vergangenen Samstag drei weitere Fälle von Körperverletzung bei der Beach-Party gegeben. Ein bereits polizeibekannter 20-Jähriger aus Dörpen hat einem 22-Jährigen durch Schläge ins Gesicht die Nase gebrochen. In einem anderen Fall hatte ein 23-Jähriger einen anderen Mann hochgehoben und dann zu Boden fallen lassen. Das 21-jährige Opfer aus Papenburg hatte sich dabei Armverletzungen zugezogen. Ebenfalls Faustschläge hatte ein der Polizei unbekannter Täter einem 19-Jährigen aus Papenburg zugeführt. Das gab die Polizei bekannt.

Bis zu 30 Security-Mitarbeiter

Teil zwei der Beach-Party in Dörpen findet am kommenden Samstag, 18. Juni, statt. Je nach Einsatzlage will die Polizei nach eigenen Angaben versuchen, dort häufiger Streife zu fahren. Der Veranstalter bleibt bei seinem „ausgeklügelten Konzept“, sagte Klaus Otto Stricker auf Anfrage, der die Feier zusammen mit Josef Steffens organisiert. 25-30 Mitarbeiter zweier Sicherheitsdienste sollen Zuwege, Eingangsbereiche, Innenräume und Notausgänge sichern. Noch aber steht Stricker zufolge ein Gespräch mit einem Sicherheitschef aus. „Wenn der sagt, dass wir fünf Leute mehr brauchen, dann kriegen wir fünf Leute mehr.“ Die Sicherheit der jungen Leute liege ihm am Herzen. „Wir gucken da nicht auf die letzten paar hundert Euro“, so Stricker weiter, der in den vergangenen Jahrzehnten seiner Arbeit als Veranstalter immer mehr Brutalität beobachtet. Mit den Gästen aus der Altersgruppe der 18 bis 25-Jährigen, die am ehesten in Konflikte verwickelt seien, werde nicht diskutiert, so Stricker. „Wer sich prügelt, bekommt sofort Hausverbot“.