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Verhandlung am 19. Juli Neuer Gerichtstermin für Radwegzerstörer aus Kluse

Von Maike Plaggenborg, Maike Plaggenborg | 20.06.2016, 15:55 Uhr

Vor rund sieben Monaten ließ Bernhard Frericks Bagger anrollen, die den Radweg an der B 70 in Kluse einer Stelle abgetragen und ihn somit unbefahrbar gemacht haben. Der Mann aus Kluse will mit dieser Aktion zu seinem Recht kommen, landet nun aber erst einmal vor dem Papenburger Amtsgericht.

Hätte es nicht kürzlich einen Anwaltswechsel in dem Fall gegeben, hätte Frericks die Verhandlung bereits hinter sich gebracht. Angesetzt war sie für den 23. Mai, wurde aber kurzfristig verschoben. Neu verhandelt werden soll am 19. Juli um 10 Uhr vor dem Papenburger Amtsgericht.

Radwegzerstörung vor sieben Monaten

Anfang November hatte der 80-Jährige die Zerstörung des Fahrradwegs veranlasst, weil er sich – beziehungsweise seine Ehefrau, die Grundstückseigentümerin ist – enteignet sieht. In einem Vertrag mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lingen ist geregelt, dass die Behörde das fremde Eigentum für einen öffentlichen Radweg, der wiederum ihr Eigentum ist, nutzen darf. Nicht geregelt ist in der Vereinbarung aus dem Jahr 2001, wie lange sie gilt und wie Familie Frericks aus dem Vertrag herauskommt.

Geldstrafe von 2500 Euro droht

Jahrelang fühlte sich Frericks von der Behörde missachtet hinsichtlich der vielfachen Kritik, und hofft mittels seiner Aktion, die von ihm erachtete Ungerechtigkeit auf diesem Wege zur Sprache bringen zu können. Verantworten muss sich Frericks vor Gericht nun erst einmal wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung. Im Fall einer Verurteilung droht ihm eine Strafe in Höhe von 2500 Euro. Sollte er das Geld nicht zahlen – so wie von Frericks von Beginn an angekündigt – wird er alternativ 50 Tage Gefängnis absitzen müssen.

Gegenstand der Verhandlung soll nach Auskunft des Gerichts der Vorwurf der gemeinschädlichen Sachbeschädigung sein und nicht etwa Beanstandungen am Grundstücksvertrag zwischen Behörde und Privatmann.