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Samstag 20. Jubiläum „Heeder See in Flammen“ aus der Not geboren

30.07.2014, 11:03 Uhr

Über die Autobahn 31 (A31) werden sich am Samstag, 2. August, viele Feierwütige auf den Weg nach Heede zur 20. Auflage vom „Heeder See in Flammen“ machen. Viele von ihnen werden nicht wissen, dass es das Fest ohne die A31 nicht gegeben hätte – und nur aus der Not heraus geboren wurde.

Die Entstehungsgeschichten von See und Autobahn sind miteinander verknüpft: Der Sand für den Bau stammt aus Heede, das Loch wurde zum See. Anschließend entstand die heutige Freizeitanlage. Als diese im Jahr 1994 eingeweiht werden sollte, habe es für eine Feier kaum Geld gegeben, erinnert sich Festwirt Wilfried Kemker. Deshalb sei ihm und dem damaligen Bürgermeister Heinrich Eden die Idee einer Jugendfete gekommen. Sie sollte im Anschluss an die Einweihungsfeier stattfinden und diese mitfinanzieren.

Allerdings lief es nicht ganz nach Plan: Die Ehrengäste genossen die Feier und wollten zum Start der Jugendfete nicht gehen. „Später gingen uns auch die Getränke aus“, erinnert sich Kemker. Laufend mussten Helfer neue Flaschen nachholen.

Seitdem veranstalten der Festwirt und die Gemeinde Heede das Fest jährlich. An die Anfänge erinnert sich auch der heutige Bürgermeister Antonius Pohlmann. Der Ratsbeschluss zur Jugendfete sei einstimmig durchgewunken worden, ohne zu ahnen, welche Größe sie einmal annehmen wird.

Mittlerweile würden jedes Jahr Tausende am ersten Augustsamstag an den See kommen, so Pohlmann. Rund um Heede seien die Fremdenzimmer und der Campingplatz ausgebucht. Allein schon aus touristischen Gesichtspunkten sei die Veranstaltung für den Ort wichtig. „Sie macht Heede in ganz Deutschland bekannt“, sagt Pohlmann. „Das Sommer-Feeling, das viele im Urlaub suchen, gibt es einmal im Jahr auch hier.“

Zum 20. Geburtstag wächst das Fest ein weiteres Mal: In fünf Festzelten und vor neun Bühnen soll gefeiert werden. „Wir haben jetzt eine Floßbühne neu dabei“, sagt Kemker. Außerdem wird es Wasserfontänen und Feuerspucker geben. Um das Wetter sorgt sich der Festwirt jedoch kaum. Selbst bei Regen sei die Veranstaltung in den vergangenen Jahren noch gut besucht gewesen. Einlass am Samstag ist ab 18 Uhr. Hier geht es zum Bericht vom vergangenen Jahr.