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Rahmenplanung abgesteckt Neubau des Bahnhofs Dörpen rückt näher

25.06.2013, 14:17 Uhr

Wohnen, Gewerbe, Infrastruktur: Zur weiteren Entwicklung des Gemeinwesens hat der Rat der Gemeinde Dörpen eine Reihe von Beschlüssen zur Bauleitplanung gefasst.

Die Entscheidungen fielen allesamt einstimmig. Rechtzeitig vor der Sommerpause brachte die Politik so denn auch noch mehrere wichtige Weichenstellungen auf den Weg, wobei die jeweiligen Planungsschritte durchaus variieren.

Kinderkrippe: Anfang kommenden Monats sollen die Bauarbeiten für die Errichtung einer zweiten Kinderkrippe an der St.-Vitus-Tagesstätte anlaufen. Die Detailplanungen mit der katholischen Kirchengemeinde als Bauherr und Betreiber seien zwischenzeitlich geklärt, berichtete Andreas Hövelmann, Fachbereichsleiter Bildung. Das Projekt ist mit rund 600000 Euro veranschlagt. Mit Fertigstellung des Erweiterungstrakts verfügt der Vitus-Kindergarten dann über 30 Krippenplätze. 15 weitere finden sich am Kindergarten St. Elisabeth.

86 Bauplätze: Südlich der Rägertstraße entsteht ein Wohnareal mit 86 Grundstücken. Die Schaffung weiterer Bauplätze ist nach Darstellung von Bauamtsleiter Johannes Haskamp geboten, da in der jüngsten Neubausiedlung im Bereich „Nordesch“ schon viele Parzellen verkauft sind. Mit der Aufstellung des Bebauungsplans stieg der Rat auch in die vorgesehene Gestaltung des acht Hektar umfassenden Plangebiets ein. Die Grundstücke werden einen Zuschnitt zwischen 600 und 1000 Quadratmeter erhalten. Zudem ist ins Auge gefasst, auf dem Streifen zum benachbarten Gewerbegebiet zwölf Bauplätze für gewerbliche Zwecke wie Versicherungs- und Steuerbüros, Anwaltskanzlei oder Finanzdienstleister vorzubehalten.

Gewerbeflächen: Im Anschluss an das Neubaugebiet entsteht südlich der Rägert-straße ein Gewerbeareal, das sich bis an die Bundesstraße 70 zieht. Ein Großteil der Grundstücke ist bereits vergeben. Vor diesem Hintergrund habe sich die Kommune entschlossen, die Erschließung in einem Rutsch auszuführen, berichtete stellvertretender Gemeindedirektor Heinz-Hermann Lager. Ursprünglich hatte man zwei Bauabschnitte ins Auge gefasst. Die Kosten für das Vorhaben, das voraussichtlich im September anläuft, sind mit knapp 700000 Euro veranschlagt. Derweil verabschiedete der Rat den Bebauungsplan für das Gewerbegebiet „Zur Kämpe“ als Satzung.

Hafenerweiterung: „Ihre Hausaufgaben gemacht“ (Bürgermeister Manfred Gerdes) hat die Gemeinde Dörpen bei der geplanten Erweiterung des Hafenbeckens. Der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Industriegebiet östlich zukünftiger Seitenkanal Gleesen-Papenburg“ mache den Weg frei für die Dörpener Umschlaggesellschaft für den kombinierten Verkehr . Die DUK ist Bauherr für die Ausdehnung des Hafens sowie der Umschlagflächen.

Neubau Bahnhof: Rund 700000 Euro sollen von kommunaler Seite in den Neubau des Bahnhofs an der Neudörpener Straße fließen. Während die Deutsche Bahn als Bauherr für Bahnsteige und Aufbauten auftritt, stehe die Gemeinde Dörpen in der Verantwortung für die „Begleitinfrastruktur“, erläuterte stellvertretender Gemeindedirektor Lager in seinem Sachstandsbericht. Geschaffen werden sollen unter anderem Bushaltestellen, Fahrradschließanlage und Abstellmöglichkeiten, Parkplätze sowie Taxistände. Die Rahmenplanung, „die noch nicht in Stein gemeißelt ist“ (Lager), bilde die Grundlage für Förderanträge der Kommune. So erhofft sich Dörpen Zuwendungen von Landesnahverkehrsgesellschaft und Kreis Emsland in Höhe von insgesamt gut 87 Prozent der Kosten. Bei einem Eigenanteil von etwa 150000 Euro zeichne sich eine „sehr günstige Finanzierung“ für die Gemeinde ab, sagte Lager. Den Neubau des Personenbahnhofs – das Planfeststellungsverfahren steht kurz bevor – hat die Bahn-Tochter DB Station&Service für das kommende Jahr ins Auge gefasst.