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Medizinische Versorgung Neuer Hausarzt: Dörpener dürfen glücklich sein

Meinung – Hermann Hinrichs | 06.12.2015, 20:09 Uhr

In Dörpen darf man zu Recht froh und glücklich sein: Es gibt wieder einen dritten Hausarzt im Dorf. Neue Allgemeinmediziner für eine Praxis auf dem Land zu gewinnen ist schließlich nicht mehr so einfach.

Oftmals sind es wirtschaftliche Risiken, der Wunsch nach einer Karriere oder auch das Leben auf dem Land, was junge Allgemeinmediziner davon abhält, eine Praxis in einer kleinen Gemeinde zu eröffnen.

Das sogenannte Versorgungsstärkungsgesetz, das seit dem vergangenen Sommer in Kraft ist, bietet nun einen interessanten Ansatz speziell für Kommunen: Sie können jetzt durch die Gründung medizinischer Versorgungszentren auch selbst aktiv eingreifen. Es gilt, das darin enthaltene Potenzial im Bedarfsfall zu heben. Schließlich können die Kommunen im Werben um Allgemeinmediziner, aber auch Fachärzte so die Rahmenbedingungen ein gutes Stück weit selbst bestimmen.

Das überaus große öffentliche Interesse an einer bedarfsgerechten medizinischen Versorgung rechtfertigt dabei jeden Cent, den Gemeinden investieren, um neue Ärzte aufs Land zu locken.