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Kosten von zwei Millionen Euro Heede wartet auf Förderung für Turnhallen-Neubau

Von Maike Plaggenborg, Maike Plaggenborg | 21.02.2017, 08:28 Uhr

Die Gemeinde Heede will eine neue Turnhalle bauen. Sie soll rund zwei Millionen Euro kosten. Weil die Kommune die Summe nicht alleine stemmen kann, hat sie nun einen Antrag auf Fördermittel gestellt.

Bestenfalls bekommt die Gemeinde Heede 500.000 Euro für ihre Pläne, sofern der Bescheid vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) positiv ausfällt und auf die maximale Fördersumme hinausläuft. Das aber hängt von der Anzahl der Ranking-Punkte ab. Die könnten steigen, weil die Kommune eine Mehrfachnutzung für eine neue Halle vorsieht, wie Bürgermeister Antonius Pohlmann (CDU) auf Anfrage erklärt. Neben der standardmäßigen Einfeldhalle ist ein angrenzender Multifunktionsraum geplant – ein separater Raum für kleinere Gruppen, die parallel ihren Sport ausüben könnten. Das in der jetzigen, aus dem Jahr 1979 stammenden Halle untergebrachte Jugendzentrum und ein Raum für die Jugenddisco sollen damit auch im Neubau Platz finden, erläuterte Pohlmann weiter. „Für den Antrag ist es besser, wenn mehrere Gruppen etwas davon haben.“

Freie Sicht auf Sportplatz und -halle

Von diesem Multifunktionsraum aus solle es freie Sicht sowohl in die Halle als auch auf den Sportplatz geben. Eine neue Tribüne wird es Pohlmann zufolge nicht geben. Bei solch einem Neubau gebe es zu viele Auflagen, hinsichtlich Brandschutz beispielsweise.

Die nötigen Verwaltungsformalitäten für einen Neubau sind im Samtgemeindeausschuss für Feuerwehr, Bauen und Umwelt bereits auf den Weg gebracht worden. Die Änderung des Flächennutzungsplans ist entsprechend beschlossen worden. Bisher lautete die Bezeichnung auf „Grünfläche-Sportplatz“ und heißt nun „Fläche für den Gemeindbedarf-sportlichen, gesundheitlichen und kulturellen Zwecken dienende Gebäude und Einrichtungen“.

Am Ende vielleicht doch nur ein Sanierung?

„Wenn der Bescheid negativ ausfällt, dann versuchen wir es noch einmal“, sagte Pohlmann. Weil die Gemeinde noch bis 2018 im Dorferneuerungsprogramm ist, könnte sie bereits im September einen erneuten Antrag stellen – vorausgesetzt, der Bescheid des jetzt gestellten Antrags liegt bis dahin vor. Gebaut wird die neue Halle nur dann, wenn Fördermittel fließen. Ansonsten müsste über eine Sanierung des bestehenden Gebäudes nachgedacht werden.