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Kommentar Zur Tesla-Technikstunde in Papenburg und Dörpen: Mehr tun

Meinung – Gerd Schade | 29.05.2017, 19:53 Uhr

Damit die Elektromobilität in Deutschland entscheidend vorankommt, muss die Politik die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Ein Kommentar.

Die Zukunft ist schon da: Am Montag war sie es in Form eines feuerroten Modells des US-Elektroautoherstellers Tesla für Schüler in Papenburg und Dörpen. Bei aller Faszination – hinter der Technikstunde steckt mehr als ein leistungsstarkes Elektroauto mit Spaßfaktor.

Denn Tesla ist ein gutes Beispiel dafür, was es heißen kann, anders, ergebnisoffen und über Branchengrenzen hinweg zu denken – die Erlaubnis zu scheitern inklusive. Dieses Denken ist in Deutschland noch viel zu wenig ausgeprägt. Das schmälert potenzielle Wettbewerbsvorteile, die allein die nationale Automobilindustrie längst eingebüßt hat.

Dabei gibt es auch in der Region gelungene Beispiele für Innovationsgeist, wie die von der Firma Intis in Lathen umgebauten Autos mit Schnellladesystemen in der Fahrbahn zeigen. Auch wenn es dieser Technik noch an Akzeptanz mangelt.

Das zu ändern und die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen, ist nicht zuletzt Aufgabe der Politik. Schlichte Zielvorgaben der Bundesregierung wie der Wunsch, bis 2020 eine Million Elektroautos auf Straßen in Deutschland rollen sehen zu wollen, sind zu wenig.