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Kommentar Walchum wird zum „Mittelzentrum“ links der Ems

Meinung – Hermann Hinrichs | 10.12.2015, 22:06 Uhr

Die neue Walchumer Ortsmitte ist im Wachsen begriffen. Die Investoren und Projektentwickler sind mit dem massiven Ausbau des Nahversorgungsangebots auf dem besten Wege, Walchum zum „Mittelzentrum“ im linksemsischen Raum zu entwickeln.

Discounter, Mediziner, weitere Anbieter aus dem Gesundheitswesen und der Pflege sowie Seniorenwohnungen – wenn das alles in Gänze Realität geworden ist, strahlt dieses einzigartige Angebot zwischen Dersum, Kluse, Sustrum und der niederländischen Grenze klar über den Ort hinaus.

Genau darauf hoffen die Investoren: Sie bieten Anlaufpunkte, um bestehende und entstehende Nachfrage bedienen zu können. Dennoch ist ein Vorhaben dieser Größenordnung immer auch ein unternehmerisches Wagnis. Dass das von hiesigen Investoren mit Mut zum Risiko geschultert wird, ist mehr als beachtlich.

Wenig wahrscheinlich ist indes, dass auch ein Beitrag dazu geleistet wird, den Wegzug von Bürgern zu verringern. Für viele junge Leute, die ins (Berufs-)Leben starten, kommt es nicht auf den Supermarkt um die Ecke und den Mediziner vor der Haustür an. Sie suchen nach dem Studium oftmals anspruchsvolle berufliche Perspektiven. Deshalb ist es umso wichtiger, dass es neben dem Ausbau des Nahversorgungsangebots auch gelingt, neue, interessante Arbeitgeber in die Samtgemeinde zu locken. Nur so kann auf lange Sicht auch die gesellschaftliche Struktur trotz demografischen Wandels gesund bleiben.