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Kommentar Busunternehmer aus Neubörger verliert Konzession

Meinung – Maike Plaggenborg, Maike Plaggenborg | 05.12.2016, 18:38 Uhr

Die Landesnahverkehrsgesellschaft hat der Firma Albers aus Neubörger nach 60 Jahren die kalte Schulter gezeigt und sich stattdessen entschieden, der Firma Fischer Bus mit Sitz in Leer und Papenburg die Konzession für die Busline 963 erteilt. Nun steigen die Preise. Das ist nicht nur für das Unternehmen Albers schwer zu akzeptieren. Ein Kommentar.

Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG), nun der Firma Fischer Bus die Konzession für die Linie 963 zwischen Wippingen und Papenburg zu geben, ist aus nachvollziehbaren Gründen schmerzlich für das Unternehmen Albers, das dieses Angebot in den vergangenen 60 Jahren bereitgestellt hat. Es muss deshalb jetzt zwei Busse abschaffen und vier Mitarbeiter entlassen. Klar, dass das unter diesen Umständen für den Firmenchef nur schwer zu akzeptieren ist.

Klar ist aber auch, dass man zunächst von einer Entscheidung der Behörde nach bestem Wissen und Gewissen ausgehen sollte, solange nichts Gegenteiliges erwiesen ist. Der juristische Streit, der nun startet, weil die Firma Albers den Bescheid der LNVG anfechtet, muss entsprechende Klarheit bringen. Fraglich ist zum Beispiel, ob der Bedarf an einem breiteren Service, wie ihn die Firma Fischer laut LNVG bietet, bei den Buskunden überhaupt besteht.

Die Gründe für die Entscheidung, die nun wegen des laufenden Verfahrens nicht genannt werden, müssen deshalb transparent werden.