Ein Artikel der Redaktion

Im Green Energy Park Pläne für Geothermiekraftwerk: Woran es in Heede hakt

Von Gerd Schade | 17.11.2018, 10:39 Uhr

Um die Planungen für ein Geothermiekraftwerk im interkommunalen Gewerbegebiet Green Energy Park an der A 31 in Heede/Dersum ist es still geworden.

Beim Besuch des dänischen Deutschland-Botschafters Friis Arne Petersen in dem Park erklärte Park-Geschäftsführer Heinz-Hermann Lager, zugleich Erster Dörpener Samtgemeinderat und Kämmerer, warum das so ist.

Wie Lager während des Besuchs bei der Unternehmensgruppe Kanne erläuterte, sei das Millionenprojekt sowohl technisch als auch wirtschaftlich machbar. Eine entsprechende Expertise war im Februar 2016 vorgestellt worden. Seinerzeit sahen die Planungen einen Baubeginn für das 50-Millionen-Euro-Vorhaben als Referenzprojekt mit hochschulischer Begleitung für Anfang dieses Jahres vor. Dass es derzeit „ein Stück weit hängt“, liegt nach den Worten des Geschäftsführers unter anderem daran, dass es beim Land Niedersachsen Überlegungen für drei bis vier weitere potenzielle Standorte gebe. Eine Finanzierung des Vorhabens sei ohne Landesbürgschaften nicht denkbar. „Wir warten also auf das ,Go‘ des Landes“, so Lager.

Hauptproblem bei der Umsetzung seien überdies die hohen Kosten für die kilometertiefe Bohrung nach Erdwärme. Dabei bestehe grundsätzlich das Risiko, dass man am Ende gar nicht auf heißes Wasser stoße, erklärte Lager.

Der Geschäftsführer räumte überdies ein, dass die Entwicklungen in dem Gewerbegebiet im Hinblick auf Erneuerbare Energien auch deshalb langsamer als geplant vonstattenginge, weil man durch den Einbruch des Solarmarktes in Deutschland zurückgeworfen worden sei.