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Firma Fischer erbost UWG Papenburg streitet für Busunternehmer in Neubörger

Von Gerd Schade | 20.02.2017, 17:47 Uhr

Der Streit um die Busline 963 von Wippingen nach Papenburg geht weiter.

Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Papenburg fordert die Rückgabe der Konzession an die Firma Albers in Neubörger. In einer Pressemitteilung erhebt die UWG zudem schwere Vorwürfe gegen das Unternehmen Fischer, das die Linie seit November 2016 bedient . Fischer weist die Anschuldigungen erbost zurück .

Für die UWG ist die Entscheidung der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) zur Konzessionsvergabe nicht nachvollziehbar. Zwar scheine der Fischer-Fahrplan geringfügig besser. Das rechtfertige jedoch nicht die „extrem angestiegenen Fahrpreise“. Überdies hält die UWG Fischer für unzuverlässig, was sie durch Mitfahrt auf diversen Linien festgestellt habe. Unter anderem seien Busse unzureichend oder falsch beschildert, Linienwege seien trotz Fahrpkans geändert worden und Busse der Linie 612-1 führen teils bis zu zehn Minuten früher als angegeben. Nach Auffassung der UWG hat die Firma Albers die Linie 963 über Jahrzehnte „zur Zufriedenheit aller“ bedient. Durch den Verlust der Konzession sei ihre Existenz massiv bedroht.

Fischer-Geschäftsführer Ralf Schlömer lässt die Vorwürfe nicht auf seinem Unternehmen sitzen. Er verweist auf Anfrage unserer Redaktion darauf, dass die LNVG seiner Firma den Zuschlag erteilt habe, „weil wir das deutlich bessere Verkehrsangebot im Vergleich zum Mitbewerber gemacht haben“. Seitdem würde der unterlegene Mitbewerber Albers oder mit ihm Verbundene regelmäßig falsche oder fingierte Beschwerden in der Regel unmittelbar an die LNVG richten. Alle Beschwerden hätten sich als nicht haltbar herausgestellt. Auch alle rechtlichen Versuche der Firma Albers, die Entscheidung der LNVG zu korrigieren, seien bisher gescheitert, die Entscheidung der LNVG sei vom Verwaltungsgericht bestätigt worden. Warum die UWG einen Zusammenhang zwischen den Linien 963 und 912 herstellt, habe ihn erstaunt, so Schlömer.

Er betont darüber hinaus, „dass Fischer Linienverkehre den Stadtbus Papenburg ohne jegliche Zuschüsse der Stadt seit vielen Jahren auf eigene Rechnung betreibt, was auch der UWG bekannt ist“. Das Vorgehen der UWG zielt nach Schlömers Auffassung allein darauf ab, sein Unternehmen zu dikreditieren, weil es im Sinne von Albers inhaltlich, sachlich und juristisch keine Möglichkeit mehr gebe.

Für die Firma Fischer ist das Thema damit erledigt: Dem nach Schlömers offensichtlichen Versuch, „die Öffentlichkeit fortgesetzt durch falsche Behauptungen für ihr Ziel zu instrumentalisieren, werden wir dadurch begegnen, dass wir uns zukünftig nicht mehr zu dem Thema öffentlich äußern werden“.