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Dritte Fahrt von Helping Hands Hilfstransport startet in Richtung Ukraine

Von Insa Pölking | 24.08.2017, 17:23 Uhr

Zum dritten Mal in diesem Jahr hat die Dörpener Hilfsorganisation Helping Hands einen Hilfstransport gestartet. Mit drei 40-Tonnern werden die zusammengetragenen Spenden für Krankenhäuser nun in die Ukraine gefahren.

Die drei Lastwagen sind laut Hansi Brake, Vorsitzender von Helping Hands, jeweils mit 25 Tonnen medizinischen Hilfsgütern beladen. Darunter befinden sich unter anderem 120 Krankenhausbetten, 70 Rollatoren sowie 44 Rollstühle und fünf komplette Praxiseinrichtungen. „Es dauert etwa ein Jahr, um solch eine Spende zu sammeln“, berichtet Brake. „Aber es gehört auch immer ein bisschen Glück dazu.“

Schlechte medizinische Versorgung

Die Bevölkerung der Ukraine sei nach Worten des Vorsitzenden der Hilfsorganisation nicht so arm wie vergleichsweise die in Rumänien. „Aber die medizinische Versorgung ist eine einzige Katastrophe“, so Brake. Es fehle den Krankenhäusern dort an allem, auch an Transportmöglichkeiten. Aus diesem Grund habe Helping Hands zusätzlich einen Rettungswagen organisiert, der in die ukrainische Stadt Sastawna gebracht wird.

Schulung für Rettungswagen

Um den Menschen vor Ort den richtigen Umgang mit dem Fahrzeug zu erklären wird der ehrenamtliche Helfer Franz Schmitz im Oktober zusammen mit vier Osnabrücker Rettungsassistenten in die ukrainische Stadt fahren, um dort in zehn Tagen eine Schulung durchzuführen. „Als ich Franz fragte, sagte er direkt zu“, berichtet Brake. „Das ist wirklich eine super menschliche Sache.“

OP-Tische Mangelware

Besonders mangele es in den ukrainischen Krankenhäusern an OP-Tischen. „Wir würden jetzt noch einen kompletten LKW ausräumen und wieder neu packen, wenn wir plötzlich noch einen OP-Tisch organisieren könnten“, sagt der Vorsitzende. Neben den zahlreichen großen Spendengütern sei zudem eine große Menge an medizinischem Zusatzmaterial wie Blutdruckgeräten und Verbandmaterial zusammengetragen worden.

Organisation nicht einfach

Schwierig gestaltete sich in diesem Jahr vor allen Dingen die Organisation der benötigten LKW. „Mit den ukrainischen Speditionen war es während der letzten zwei Transporte sehr problematisch“, erklärt der Vorsitzende. In diesem Jahr unterstützen die Firmen Krone und Rosen aus Werlte, Lübbers aus Lindern, Hermes aus Neubörger und Volvo aus Versen Helping Hands mit LKW-Zügen und Aufliegern bei ihrem Hilfstransport. „Wenn hiesige Speditionen solch eine Hilfe anbieten, dann ist das ein großartiger Akt der Nächstenliebe“, sagt Josef Efken, Leiter des Hilfstransportes.

In diesem Jahr wird die Organisation noch einen weiteren Transport auf den Weg bringen. Am 19. Oktober starten LKW mit gesammelten Hilfsgütern nach Rumänien.