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Dorferneuerung: Wippinger setzen erste öffentliche Maßnahme um Baustart im Schatten der Kirche

Von Gerd Schade | 06.09.2011, 15:56 Uhr

In Wippingen ist die erste öffentliche Baumaßnahme im Zuge der Dorferneuerung sichtbar. Für rund 100000 Euro werden im Schatten der St.-Bartholomäus-Kirche Straßenbereiche sowie Rad- und Fußwege neu gestaltet. Hinzu kommen weitere 20000 Euro für eine in Teilen erforderliche Erneuerung der Oberflächenentwässerung, wie Bürgermeister Hermann Gerdes (CDU) mitteilte.

Der Arbeitskreis Dorferneuerung um seinen Vorsitzenden Rudi Schwering und das Büro für Landschaftsplanung in Werlte haben die erste Maßnahme in drei Teilbereiche gegliedert. Zum einen wird die Einmündung der Schulstraße auf die Kreisstraße 114 (Zum Turm) in Richtung Norden verlegt. Die bisher spitzwinklig auf die K 114 zulaufende Einmündung stellt nach Auffassung der Landschaftsplaner einen Gefahrenpunkt dar, der durch die Verlegung entschärft werden soll. Nebenanlagen und der Fußweg bis zur Einmündung der Straße Sonderburg sollen mit Klinkern neu gestaltet werden. Der Parkplatz zur Volksbank-Filiale erhält eine neue Zufahrt, damit er auch bei Veranstaltungen in der Ortsmitte besser genutzt werden kann. Darüber hinaus sind Hecken und Beete vorgesehen.

Der zweite Teilbereich umfasst die Kreuzung Sonderburg/An der Mühle. Sie soll mit ortstypischem Pflaster neu befestigt werden und sich farblich von den vorhandenen Belägen absetzen, damit der Kreuzungsbereich mit seiner Rechts-vor-links-Regelung künftig besser als bisher wahrgenommen wird.

Schließlich soll ein Fuß- und Radweg aus roten Betonsteinen zwischen der Eichen- und der Waldstraße eine Anbindung zum Wanderweg im Süden des Ortes schaffen. Beim Spielplatz sind in diesem Zuge zwei Sitzbänke geplant.

Voraussichtlich in acht Wochen soll die erste Baumaßnahme abgeschlossen sein. Die Hälfte der Nettokosten trägt das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen. Den anderen Teil schultert die Gemeinde.

Bürgermeister Gerdes zufolge wurde für das laufende Jahr außerdem die finanzielle Förderung von zwei privaten Bauvorhaben bewilligt. Im Zuge der Dorferneuerung können private Maßnahmen mit bis zu 30 Prozent der Kosten gefördert werden. Die Mindestförderung beträgt 2500 Euro, die maximale Finanzspritze 25000 pro Vorhaben. Das bedeutet, dass die Gesamtinvestition eines privaten Projektes bei mindestens rund 8400 Euro liegen muss. Umbauten land- und forstwirtschaftlicher Betriebe zwecks Umnutzung, beispielsweise in ein Heuhotel oder ein Bauernhofcafé, können mit bis zu 75000 Euro bezuschusst werden. Voraussetzungen für eine Förderung privater Bau- und Erschließungsmaßnahmen sind laut LGLN, dass sie dem Erhalt und der Gestaltung des dörflichen Charakters dienen.

Weitere Infos gibt es bei Bürgermeister Gerdes, Telefon 04966/990089, beim LGLN in Meppen, Telefon 05931/159407, sowie beim Büro für Landschaftsplanung in Werlte, Telefon 05951/ 95100.