Ein Artikel der Redaktion

Beschluss in Ratssitzung Dersum: Drei statt zwei Euro für Kanalbau

Von Maike Plaggenborg, Maike Plaggenborg | 07.06.2018, 19:24 Uhr

In Dersum werden die Kanalbaubeiträge von zwei auf drei Euro pro Quadratmeter Grundstück erhöht. Die Änderung des Betrags geht auf einen Beschluss des Samtgemeinderats Dörpen vom 10. April zurück und ist für die Mitgliedsgemeinden seit Monatsbeginn gültig.

Hintergrund der Änderung im April war die seit Jahren bestehende Deckung der Kosten für Investitionen in das Kanalnetz aus den Abwassergebühren, heißt es in der Beschlussvorlage der Samtgemeindeverwaltung, der der SG-Rat einhellig zugestimmt hatte.

Grund für diese Art der Finanzierung ist, dass das Aufkommen aus den Kanalbaubeiträgen zu gering war. Diese sind seit 22 Jahren nicht erhöht worden und die Ausbaukosten „allein durch Inflationseffekte“ gestiegen. Auch die Preise für Bauland hätten sich inzwischen vervielfacht, heißt es weiter. Dadurch sei der Anteil dieser Kosten zusätzlich verhältnismäßig gesunken.

Der Betrag „ist eigentlich ein Erschließungsbeitrag“, sagte Hermann Coßmann (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Dersum, auf Anfrage im Nachgang zur jüngsten Gemeinderatssitzung. Er werde beim Kauf neuer Grundstücke fällig. In Dersum wird für das erste Vollgeschoss der Häuser ein Beitrag von 100 Prozent angesetzt, für das zweite Geschoss 25 Prozent. „Somit erhöht sich der Kanalbaubeitrag ab dem 1. Juni 2018 in allgemeinen Wohngebieten bei eingeschossiger Bebaubarkeit auf drei Euro pro Quadratmeter und bei zweigeschossiger Bebaubarkeit auf 3,75 Euro“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Der Beitrag liege bei Grundstücken in Industrie- und Gewerbegebieten sowie im Außenbereich auf einem anderen Niveau, so Coßmann, erhöhe sich aber ebenfalls entsprechend. Auch in den Gemeinderäten Heede und Dörpen ist die Erhöhung der Beiträge inzwischen bekannt gegeben worden.