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Aktion für Cornelia Kappen 1249 Menschen lassen sich in Walchum typisieren

Von Jennifer Gansefort | 12.02.2017, 18:05 Uhr

Insgesamt 1249 potenzielle Spender haben sich am Sonntag im Heimathaus in Walchum typisieren lassen. Für die 41-jährige Cornelia Kappen aus Walchum wurde unter dem Motto „Rettet unsere Mama“ eine Aktion vom Verein Leukin durchgeführt.

Der Ansturm war nach den Worten von Leukin-Vorsitzenden Anna Fennen gleich ab 11 Uhr sehr groß. „Bereits nach einer Stunde hatten wir mehr als 200 Leute typisiert“, berichtete sie. Jeder Einzelne, der zu den Aktionen kommt oder sich ein Typisierungs-Paket über das Internet bestellt, ist laut der Vorsitzenden wichtig. Darüber hinaus sei die Hilfsbereitschaft und der ehrenamtliche Einsatz nicht nur aus Walchum und der Umgebung, sondern auch von Außerhalb fantastisch gewesen.

Um den vielen Spendern auch gerecht zu werden, wurde die Typisierung nach Angaben von Fennen nicht mit einer Speichelprobe, sondern mit einer Blutentnahme durchgeführt. „Wenn man bei einer größeren Aktion mehr Menschen als sonst erwartet geht es mit dieser Methode einfach schneller“, so Fennen. Beide Proben seien von der Wertigkeit völlig gleich.

Die Gelegenheit zur Registrierung in die Datenbank hat auch die 20-jährige Lea Eichhorn aus Neudersum genutzt. „Ich finde es super, dass so viele Menschen gekommen sind, um sich typisieren zu lassen und damit etwas Gutes tun wollen“, so Eichhorn. Dass man mit einer so einfachen und fast schmerzhaften Prozedur als potenzieller Stammzellenspender in Frage kommen kann, findet die Studentin klasse. „Innerhalb von ein paar Minuten hat man das Blut abgegeben und kann einem anderen Menschen vielleicht damit helfen“, so die 20-Jährige.

Über die das große ehrenamtliche Engagement und die Spendenbereitschaft freute sich nicht nur die Leukin-Vorsitzende, sondern auch Walchumer Jürgen Terhorst, der an der Organisation der Aktion beteiligt war. „Innerhalb von drei Tagen konnten wir rund Hundert freiwillige Helfer finden“, freute sich Terhorst. Insgesamt waren die Menschen nach seinen Worten innerhalb und außerhalb von Walchum und der Umgebung bereit zu helfen und die Aktion finanziell zu unterstützen.

„Wir sind total platt und begeistert“, so Fennen über die Zusammenarbeit der Helfer. „Wir haben uns hier nicht einmal fremd gefühlt.“ Nicht immer sei es so, dass eine Typisierungsaktion Hand in Hand ablaufe. Gerade die gegenseitige Wertschätzung ist der Grund für die Vorsitzende, dass sie sich so wohl gefühlt haben in Walchum.

Auch der Schwager von Cornelia Kappen hat nach Informationen von Fennen eine Firmentypisierung in einem Unternehmen in Münster durchgeführt, wo er beruflich tätig ist. „Somit konnten weitere 56 Menschen in die weltweite Datenbank aufgenommen werden“, sagt Fennen. Die Kosten habe das Unternehmen übernommen.

Eine weitere Typisierungsaktion für Blutkrebs-Erkrankte, die einen Stammzellenspender suchen, findet am Dienstag, 14. Februar, von 9 bis 13 Uhr in den Berufsbildenden Schulen in Papenburg im Gebäude A statt. Die Theo-Prax-Gruppe der Schule hat laut Fennen in Zusammenarbeit mit Leukin diese Aktion bereits seit Dezember geplant. Dabei haben sich die Schüler nicht nur mit der Umsetzung, sondern auch mit den Spenden beschäftigt.

Wer sich gestern noch nicht typisieren lassen konnte, hat an den zahlreichen Service-Points von Leukin Gelegenheit, das nachzuholen. Die nächsten Service-Points befinden sich in der Sixtus-Apotheke in Werlte und der Hubertus-Apotheke in Sögel. Neu eröffnet werden am Montag, 13. Januar, die Stellen in der Lindenapotheke in Heede und der Apotheke am Markt in Dörpen, die ab Mittag zur Verfügung stehen.