Arztwechsel im MVZ Dörpen Housam Eddin Zaghnoun übernimmt Praxis von Dr. Algisch

Von Anna Heidtmann

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Der Mediziner Housam Eddin Zaghnoun (3. von links) führt ab Januar die hausärztliche Allgemeinpraxis im MVZ Dörpen. Auf seine künftige Aufgabe freuen sich mit ihm (von links) Hermann Wocken, Matthias Bitter und Manfred Gerdes. Foto: Anna HeidtmannDer Mediziner Housam Eddin Zaghnoun (3. von links) führt ab Januar die hausärztliche Allgemeinpraxis im MVZ Dörpen. Auf seine künftige Aufgabe freuen sich mit ihm (von links) Hermann Wocken, Matthias Bitter und Manfred Gerdes. Foto: Anna Heidtmann

heid Dörpen. Im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Dörpen gibt es einen Ärztewechsel. Ab dem 1. Januar übernimmt der Internist Housam Eddin Zaghnoun die allgemeine hausärztliche Praxis von Doktor Samir Algisch, der neue berufliche Wege einschlagen will.

Mit der Verpflichtung des 33-jährigen Facharztes für innere Medizin ist dem Marienhospital Papenburg als Träger des MVZ ein nahtloser personeller Übergang gelungen. „Das ist in Zeiten des allgemeinen Fachärztemangels nicht selbstverständlich“, sagte Hospitalgeschäftsführer Matthias Bitter bei der Vorstellung des aus Syrien stammenden Mediziners, der Mitte 2010 nach Deutschland kam.

Für seine Approbation als Facharzt absolvierte er eine siebenjährige Facharztausbildung und war während dieser Zeit unter anderem im St. Bonifatius Hospital in Lingen, im Hümmling Krankenhaus in Sögel und im Borromäus Hospital in Leer sowie im St. Vinzenz Hospital in Haselünne tätig. In den Jahren 2015 und 2016 hat er daneben in der zentralen Flüchtlingsunterkunft auf dem Gelände der ADO-Gardinenwerke in Aschendorf Sprechstunden für seine Landsleute abgehalten.

Der Vater zweier kleiner Kinder lebt mit seiner Familie in Sögel, spricht fließend Deutsch und freut sich nach eigenem Bekunden auf seine neue Aufgabe. Dass er während seiner Facharztausbildung fast alle umliegenden Krankenhäuser im Verbund der St. Bonifatius Hospitalgesellschaft kennengelernt hat, sah nicht nur Geschäftsführer Bitter, sondern auch Dörpens Bürgermeister Manfred Gerdes als einen Mehrwert für die Patienten. „Menschen füllen die Strukturen mit Leben, und wenn die Menschen sich gegenseitig kennen, dann ist das ein unglaublicher Vorteil“, so Bitter.

Lob für nahtlose Nachfolgeregelung

Die nahtlose Nachfolgeregelung ist laut Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken ein Beleg für die seit Jahren gepflegte gute Zusammenarbeit zwischen dem Papenburger Marien Hospital und der Gemeinde Dörpen. „Das hat sich hier voll ausgezahlt, und darüber sind wir glücklich“, betonte Wocken und brachte seine Freude über das vielfältige medizinische Fachpersonal im MVZ zum Ausdruck.

Um den Standort Dörpen langfristig zu sichern, ist das Marienhospital nach Aussage Bitters bestrebt, die fachärztliche Versorgung noch weiter auszubauen. „Mehr kann in diesem Fall auch eine Ausweitung der Sprechstunden bedeuten“, erklärte Bitter. Aktuell verfügt das MVZ in Dörpen über eine allgemeinärztliche Praxis, eine Praxis für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, eine chirurgische Zweigpraxis sowie eine Zweigpraxis für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde.


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