Emsländische Schüler startklar Gütesiegel für zehn Schulen in Dörpen vergeben

Von Susanne Risius-Hartwig

Jury-Mitglied Klaus Reinhard, Landrat Reinhard Winter, Friedhelm Forbriger, Gitta Connemann, Jens Gieseke, der Schulleiter der Heinrich-Middendorf-Oberschule Aschendorf, Claus Huth und Lehrer der Schule (v.l.) waren bei der Übegabe des Siegels dabei. Foto: Susanne Risius-HartwigJury-Mitglied Klaus Reinhard, Landrat Reinhard Winter, Friedhelm Forbriger, Gitta Connemann, Jens Gieseke, der Schulleiter der Heinrich-Middendorf-Oberschule Aschendorf, Claus Huth und Lehrer der Schule (v.l.) waren bei der Übegabe des Siegels dabei. Foto: Susanne Risius-Hartwig

srDörpen. In der Region Emsland haben in diesem Jahr zehn Schulen erfolgreich an der Gütesiegelaktion „Startklar für den Beruf“ teilgenommen. Sie haben in Dörpen ihre Auszeichnung entgegengenommen.

Die Schulen haben damit besonderes Engagement bewiesen, die Ausbildungsfähigkeit ihrer Schüler zu verbessern und ihre Berufswahl zu erleichtern. In der Mensa der Firma Nordland in Dörpen erhielten Vertreter der Schulen das Gütesiegel der Weser-Ems-Region.

Ausgezeichnet wurden die Heinrich Middendorf-Oberschule Aschendorf, die Oberschule Rhede, die Erich-Kästner-Förderschule Sögel, die Oberschule Lorup, das Gymnasium Marianum in Meppen, das Windthorst-Gymnasium in Meppen, die Martinus-Oberschule in Haren, die Maximilian-Oberschule in Rütenbrock, die Oberschule in Spelle und die Oberschule am See Twist.

Hinter der Aktion „Startklar für den Beruf - Weser-Ems macht Schule“ stehen die Handwerkskammern Oldenburg, Osnabrück-Emsland und Ostfriesland, die Landeschulbehörde, die Industrie- und Handelskammern Oldenburg, Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim sowie Ostfriesland und Papenburg. Regionalleiter Friedhelm Forbriger freute sich über die Rekordteilnehmerzahl. „Das zeigt, welch wichtiges Kriterium es für die Schulen geworden ist, Maßnahmen zur Berufswahl zu ergreifen. Die hier ausgezeichneten Schulen sind besonders engagiert, und dafür danken die zukünftigen Arbeitgeber in Industrie und Wirtschaft.“

Heute Produkt-Designer und Technologe statt Papiermacher

Der Europaabgeordnete Jens Gieseke (CDU) zeigte am Beispiel Nordland auf, wie sich die Zeiten geändert haben. Als er vor 26 Jahren nach dem Abitur dort gejobbt habe, sei man durch Ausbildung Papiermacher geworden. „Heute wird man Produkt-Designer, Logistik-Fachmann oder Papier-Technologe.“ Das Emsland sei erfolgreich, „weil wir Chancen nutzen, die die Grenzregion bietet.“ Entscheidend für den Erfolg sei, dass die richtigen Leute den richtigen Job finden. Und dabei helfe die Aktion. Er dankte wie alle Redner den Schulleitern, Lehrern und Schülern für ihr Engagement.

Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (CDU) betonte, dass es bei aktuell 330 Ausbildungsberufen in Deutschland wichtig sei, den Schülern und auch ihren Eltern eine Orientierungshilfe zu geben.

Landrat Reinhard Winter lobte die Initiative der Bildungsregionen. Schulen in solchen Gebieten seien erfolgreicher. Der Slogan „Zuhause bei den Machern“ passe auf viele, die auch ehrenamtlich tätig seien, unter anderem in der Flüchtlingshilfe. Dass diese so gut bewältigt wurde, sei eine Mannschaftsleistung. „Weiter so, dann haben wir eine gute Zukunft,“ so Winter.

Rudolf Thobe von der Geschäftsstelle der Aktionsgemeinschaft lobte das Engagement der ehrenamtlichen Jury-Mitglieder und dankte den Sponsoren. Von 31 Schulen hätten sich 26 im ganzen Gebiet Weser-Ems qualifiziert. Inzwischen seien 23 Prozent der Schulen dort mit dem Gütesiegel ausgezeichnet.