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Polizei: Kein klassischer Unfall 93-Jährige tot aus Auto in Seitenkanal bei Lehe geborgen


Lehe. Die Feuerwehr hat am Montag eine weibliche Leiche am Steuer eines Autos gefunden, das im Seitenkanal im emsländischen Lehe (Samtgemeinde Dörpen) lag. Die Polizei teilte am Nachmittag mit, dass es sich um eine 93-Jährige handelt.

Ein Zeuge hatte gegen 12.30 Uhr von der Montaniastraße aus das Fahrzeug, das sich etwa 100 Meter von der Straße entfernt in dem stehenden Gewässer befunden hat, gesehen und die Polizei informiert.

Die Feuerwehr Dörpen, die als erste am Einsatzort angekommen war, betrat mit Wathosen, die Angler ansonsten benutzen, das Wasser, konnte zügig das Fahrzeug öffnen und die Frau bergen. Für sie kam jede Hilfe zu spät.

93-Jährige aus der Samtgemeinde Dörpen

Die Polizei teilte am Nachmittag auf Anfrage mit, dass es sich um die Leiche einer 93-Jährigen handelt, die in der Samtgemeinde Dörpen gewohnt hat. Die Beamten gehen davon aus, dass es sich hier „nicht um einen klassischen Verkehrsunfall gehandelt hat“, wie es in einer Mitteilung heißt. Ob ein Krankheitsfall oder ein sonstiges Unglück als Ursache vorliege, werde zur Zeit geprüft, heißt es weiter.

Die Feuerwehr hat am Montag eine weibliche Leiche am Steuer eines Autos gefunden, das im Seitenkanal in Lehe lag. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper

Bereits Einsatzkräfte vor Ort hatten angedeutet, dass das Fahrzeug und die Frau sich schon längere Zeit unter Wasser befunden haben müssen. Wie lange das Auto schon in dem Kanal gelegen hatte, sei bislang auch für die Polizei unklar, teilten die Beamten mit.

Unklar blieb zunächst auch, wie das Fahrzeug in das Gewässer gelangt ist. An der Montaniastraße waren keine Unfallspuren erkennbar. Von beiden Seitenrändern gibt es kleine Zufahrten zum Gewässer. Experten der Polizei werden den Nachmittag über Spuren sichern und die Leiche untersuchen. Hinweise auf ein Fremdverschulden am Tode der älteren Dame liegen nicht vor, so die Polizei am Nachmittag.

Taucher und Rettungsboote im Einsatz

Die Feuerwehr Dörpen, die mit vier Fahrzeugen und 24 Kräften vor Ort war, wurde von der Feuerwehr Obenende unterstützt. Diese war mit acht Kräften, zwei Tauchern und zwei Fahrzeugen am Unglücksort. Im Einsatz waren auch zwei Rettungsboote der Feuerwehr sowie der Rettungsdienst.

Das Auto, ein dunkelblauer VW Passat älterer Baureihe, war von der Feuerwehr mit einer Seilwinde aus dem Wasser gezogen worden.


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