Platz für Großmotorschiffe Schleuse in Dörpen wird für 1,8 Millionen Euro erweitert

Von Christoph Assies

Nahmen das Schleusentor in Dörpen in Augenschein: Vertreter der Gemeindeverwaltung, des Güterverkehrszentrums und des Wasser- und Schifffahrtsamtes Meppen mit Heinz-Josef Joeris von der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (3. v. l.) und der Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann. Foto: Christoph AssiesNahmen das Schleusentor in Dörpen in Augenschein: Vertreter der Gemeindeverwaltung, des Güterverkehrszentrums und des Wasser- und Schifffahrtsamtes Meppen mit Heinz-Josef Joeris von der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (3. v. l.) und der Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann. Foto: Christoph Assies

Dörpen. Die Schleuse im Zuge des Küstenkanals in Dörpen wird erweitert. Das hat der Leiter der Abteilung Wasserstraßen bei der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Heinz-Josef Joeris, bei einem Ortstermin verkündet.

Laut Joeris, der auf Einladung der CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann zum Austausch nach Dörpen gekommen war, hat eine Prüfung des Vorhabens ergeben, dass es „machbar und finanzierbar“ ist. Konkret soll das jetzige Torpaar, das dem Hochwasserschutz dient, versetzt werden, sodass es sich nach außen und nicht nach innen öffnen lässt. Damit wäre die erforderliche Länge von 110 Metern erreicht, die den Anlauf von Großmotorschiffen möglich macht.

Investiert werden müssen für den Umbau der Schleuse nach Angaben von Norbert Gebken vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Meppen rund 1,8 Millionen Euro. Die Kosten trägt der Bund. Für die Arbeiten sind nach Angaben von WSA-Leiter Holger Giest vier Monate einkalkuliert. Eine Fertigstellung der Umbaumaßnahme ist jedoch nach Angaben von Giest „wohl nicht vor 2019“.Gleichzeitig versprach er: „Unser Ziel sind so kurze Sperrungen während der Bauphase wie möglich für eine leistungsfähige Schleuse.“

Joeris machte im Beisein von Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken (CDU) und Gemeindebürgermeister Manfred Gerdes (CDU) deutlich: „Mir geht es eigentlich zu langsam.“ Eine Stelle für einen leitenden Ingenieur für das Bauprojekt sei zwar ausgeschrieben, ein Kandidat aber bisher nicht gefunden.

Joeris betonte, dass er sich deshalb vorstellen könne, das Projekt zur Planung und zum Bau der Schleusenerweiterung an eine externe Firma zu vergeben. Dem WSA machen laut Giest „ein Haufen Projekte“ und zu wenig Fachpersonal zu schaffen. Lob bekam er von Connemann, die betonte, dass Klischees über eine Verwaltung auf die Meppener Behörde nicht zutreffen würden. „Hier sind Macher am Werk“, betonte Connemann.

Peter Fischer, Geschäftsführer der Dörpener Umschlaggesellschaft für den kombinierten Verkehr (DUK) und des Güterverkehrszentrums (GVZ) Emsland zeigte sich erfreut über die Zusage und betonte, dass die Nachfrage nach Transporten per Binnenschiff nach wie vor sehr hoch sei. „Über 60 Prozent der Güter, die in Dörpen umgeschlagen werden, gehen über die Bahn und das Binnenschiff“, so Fischer. In Abstimmung mit der Firma UPM Nordland Papier sollten künftig noch weitere Güter über den Wasserweg angeliefert werden, die Schleusenerweiterung sei daher sehr wichtig. Wocken zeigte sich erfreut über das „grüne Licht“ für die Schleusenerweiterung. „Das sind tolle Nachrichten für den Wirtschaftsstandort Dörpen“, so Wocken.


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