Festakt zum 100-jährigen Bestehen KFD Dörpen wie die „Ruhe eines Gartens“

Von Hermann-Josef Döbber

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Dörpen. „Unsere KFD – bunt, lebendig, vielfältig und einzigartig wie eine Sommerwiese“ lautete das Motto zum 100-jährigen Bestehen der Katholischen Frauengemeinschaft (KFD) St. Vitus Dörpen.

Das Jubiläum begann mit einem Festgottesdienst mit Fahnenabordnungen der Frauengemeinschaften aus Heede, Dersum und Neudersum in der Pfarrkirche und wurde mit einem Empfang im Saal des Hotels Ellerbrock fortgesetzt. Nachmittags präsentierten sich einzelne Gruppen rund um die Kirche und im Christophorushaus.

Pfarrer Johannes Hasselmann verwies in der Predigt des Gottesdienstes auf das Leitbild „KFD – leidenschaftlich glauben und leben“, das sich der Katholische Frauenbund Deutschland auf seine Fahnen geschrieben habe und das seit nunmehr 100 Jahren auch in St. Vitus verwirklicht werde. „Die KFD ist für die Frauen in unserer Gemeinde ein Ort, der sie trägt und in der Frauen in verschiedenen Lebensituationen sich wechselseitig unterstützen“, betonte Hasselmann. Sie sei eine Weggemeinschaft, in der Frauen ihren Glauben entdecken, leben und vertiefen können. Die KFD könne man auch mit einem Garten vergleichen, so Hasselmann weiter. „Wer eintritt, findet Ruhe und vergisst die Sorgen des Alltags.“

Der Geistliche bezeichnete die KFD, die mehrere Generationen zusammenbringe „und in der etwas gemacht wird“, im gemeindlichen Leben als einen Schatz und sei nicht mehr wegzudenken. „Vieles in der Kirchengemeinde wird von ihr getragen, angeschoben und unterstützt. Dabei geht es nicht nur um Kaffee und Kuchen bei den Gemeindefesten und anderen Gelegenheiten, sondern ebenso um viele andere wichtige Dienste. Ich denke da an die Seniorengruppe und die Mutter-Kind-Gruppen, die ansprechende Gestaltung von Gottesdiensten, die fruchtbaren Besinnungsabende, die Abendgebete, die Messdienerinnengruppe und vieles andere mehr.“

Beim Empfang im Saal Ellerbrock gab Marianne Söffge als erste Sprecherin der KFD in Anwesenheit zahlreicher Gäste wie Landtagspräsident Bernd Busemann und Gemeindedirektor Hermann Wocken (beide CDU), Vertreterinnen des KFD des Dekanates, der Diözese und Vertretern der Vereine aus der St. Vitus-Kirchengemeinde einen Einblick in den Verein. Am 5. Juli 1917 hätten Dörpener Frauen von Bischof Wilhelm aus Osnabrück die schriftliche Erlaubnis erhalten, einen Mütterverein zu gründen. Das Jubiläum sei eine gute Gelegenheit, die Gruppen und Aktivitäten vorzustellen. Frauen von unter 30 bis über 90 Jahren seien Mitglied und engagierten sich in verschiedenen Gruppen. Vor allem in den vergangenen 25 Jahren habe sich die Attraktivität der KFD Dörpen deutlich erhöht, sagte Söffge auch mit einem Blick auf ihre Vorgängerinnen Frieda Willenborg (1987–1996), Anni Dettmer (1996–2004), Agnes Schnieders (2004–2008) und Maria Schmees (2008–2016).

Die Jahresangebote umfassen Söffge zufolge sowohl kirchliche als auch freizeitliche Aktivitäten. Die KFD Dörpen pflege auch eine gute Beziehung zur evangelisch-lutherischen Emmaus-Kirchengemeinde. „Durch diese Vereinsarbeit ist unsere Vielfalt sichtbar.“

Die einzelnen Gruppen der Frauengemeinschaft präsentierten sich am Nachmittag rund um die Kirche und das Christophorushaus. Zudem waren die Schwangerschaftskonfliktberatung „Donum Vitae“ und der Landesverband Nierenkranker und Dialysepatienten Niedersachsen – Regionalgruppe Papenburg – sowie der Pflegedienst St. Barbara aus Heede mit einem Info-Stand vertreten.


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