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23.06.2017, 11:25 Uhr KOMMENTAR

Flüchtlinge in Dörpen: Die Fähigkeit, zu geben, bewahren

Kommentar von Maike Plaggenborg

Im Rathaus Dörpen informierte der Ausschuss für Jugend, Familie und Soziales über die aktuellen Flüchtlingszahlen. Foto: Archiv/Daniel Gonzalez-TepperIm Rathaus Dörpen informierte der Ausschuss für Jugend, Familie und Soziales über die aktuellen Flüchtlingszahlen. Foto: Archiv/Daniel Gonzalez-Tepper

Dörpen. Immer mehr Flüchtlinge in der Samtgemeinde Dörpen werden in ihrem Status durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge anerkannt. Positiv gezeigt hat sich seit 2016 die Fähigkeit vieler Ehrenamtlicher, Dinge wie Zeit, aber auch Gebrauchsgegenstände zu geben. Diese Fähigkeit sollten sie sich bewahren. Ein Kommentar.

as Thema Flüchtlinge gehört nach wie vor in die Mitte der Gesellschaft, denn noch immer machen sich Tag für Tag Hunderte von Menschen auf den Weg nach Europa.

Subjektiv ist das auf lokaler Ebene derzeit nicht stark spürbar. Doch die Vielzahl der ehrenamtlichen Angebote in der Samtgemeinde (SG) Dörpen zeigt, dass die Menschen, die bereits dort sind, im Alltag der Ehrenamtlichen einen Platz haben. Das ist gut so.

Denn auch die Verteilungsquoten für die SG für die Jahre 2016 und 2017 zeigen, dass der Bedarf nach wie vor da ist. Der Zahl von 110 Flüchtlingen steht der von 107 gegenüber. Allein in diesem Jahr sind bereits 49 Menschen in der SG angekommen – besser gesagt: eingetroffen. Um das Ankommen und vor allem auch Reinkommen geht es erst danach. Vereine, Kirchen, Gruppen und die Kommunen sind jetzt aber vorbereitet. Das Jahr 2016 hat viele Einheimische überrascht – letztlich auch im Positiven. Denn zahlreiche Menschen haben bewiesen, dass sie viel geben können: Zeit, Zuneigung oder auch einfach Kleidung und andere wichtige Dinge.

Die aktuelle Situation deutet an: Diese Fähigkeit wird noch eine ganze Weile gebraucht.


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