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07.03.2017, 18:27 Uhr MEINUNG

Heeder Lehrling im Auslandspraktikum: Ein attraktives Angebot

Ein Kommentar von Maike Plaggenborg


Fensterbau in Italien ist womöglich nicht dasselbe wie Fensterbau in Italien. Ein Auslandspraktikum bereichert aber vor allem auf der persönlichen Ebene. Symbolfoto: dpaFensterbau in Italien ist womöglich nicht dasselbe wie Fensterbau in Italien. Ein Auslandspraktikum bereichert aber vor allem auf der persönlichen Ebene. Symbolfoto: dpa

Heede. Joel Suhlmann ist Lehrling in der Tischlerei Wilkens in Heede und hat während seiner Ausbildung im dritten Lehrjahr ein Praktikum in Italien gemacht. Dieses Angebot ist attraktiv und sollte genutzt werden. Ein Kommentar.

Es ist schade, dass eine Chance wie die eines Auslandspraktikums während der Ausbildung so wenig bekannt ist – bei Betrieben wie bei Lehrlingen.

Dabei profitieren beide Seiten davon. Der Lehrling erlebt, was es bedeutet, fremd in einem Land zu sein. Dieses Gefühl anzunehmen und damit umgehen zu lernen ist generell ein enormer Gewinn für die persönliche Entwicklung und hilfreich im Umgang mit anderen Menschen.

Und auch der Ausbilder gewinnt dadurch, denn die jungen Menschen kehren oft mit mehr Selbstbewusstsein und Engagement zurück in ihren Ausbildungsbetrieb.

Nicht zu unterschätzen ist auch der Werbeeffekt für andere Auszubildende. Es ist ein gutes Signal an den Nachwuchs im Handwerk, wenn ihnen ähnliche Chancen geboten werden, wie Studierenden, bei denen Auslandsaufenthalte eher die Regel als die Ausnahme sind.

Nicht zuletzt sind schließlich finanzielle Mittel vorhanden. Die entsprechenden Fördertöpfe der EU sind gefüllt und sollten genutzt werden.

Optimal ist, wenn Gutes weitergetragen wird und die Praxis Schule macht. Die Azubis, die heute den Schritt ins Ausland wagen, könnten schließlich auch die Ausbilder von morgen sein.


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