Rhede, Lathen, Wippingen und Walchum Erste Weihnachtsmärkte locken Menschen an


Rhede/Lathen/Wippingen/Walchum. Insgesamt neun Weihnachtsmärkte haben am vergangenen Wochenende im nördlichen Emsland stattgefunden. Wir blicken zurück auf die Märkte in Rhede, Lathen, Wippingen und Walchum.

Das Gelände des Landwirtschaftsmuseums in Rhede diente auch in diesem Jahr als Veranstaltungsort des Weihnachtsmarktes in der Einheitsgemeinde. Für das Aufkommen weihnachtlicher Stimmung sorgten die musikalischen Beiträge des Musikvereins Tunxdorf/Nenndorf sowie ein Auftritt des Kinderchors vom örtlichen Kindergarten. In zahlreichen Buden wurden nicht nur heiße Getränke an den Mann und an die Frau gebracht. Auch wurde viele selbstgemachte adventliche Dekorationsartikel wie Krippen und Kränze zum Verkauf angeboten. Einen der Höhepunkte bot auch die große Verlosung, deren Hauptgewinner sich über 300 Euro freuen konnte.

Doch mit dem Besuch des Rheder Weihnachtsmarktes konnte man sich nicht nur in Weihnachtsstimmung bringen, sondern auch gleich was Gutes tun. Zum Beispiel, wenn man die selbstgebackenen Kekse von (v.l.) Emma Kruse, Mailin Agnesmeyer und Fenna Vaarwold kaufte. Denn die Kinder des St.-Nikolaus-Kindergartens werden den Erlös den Flüchtlingskindern in Rheder zugute kommen lassen. „Die Kekse haben wir im Kindergarten gebacken“, pries Fenna das Gebäck an.

Gemeinschaftsprojekt in Lathen

In heimeliger Atmosphäre und als ein Treffpunkt für alle Generationen stimmte der Markt in Lathen, der ein Gemeinschaftsprojekt der Seniorenbetreuung und des Caritas Seniorenzentrums, der Kirchengemeinde sowie der Gemeinde Lathen ist, auf das Weihnachtsfest ein. Bürgermeisterin Luise Redenius-Heber hob zum Auftakt des zweitägigen Geschens hervor, dass 95 Prozent der Weihnachtsmarktbeschicker nicht kommerzielle, ehrenamtlich tätige Mitglieder von Vereinen und Gruppierungen seien.

(Weiterlesen: Weihnachtsmärkte im nördlichen Emsland: Wo finden sie statt?)

„Das besondere an unserem Weihnachtsmarkt ist, dass wir bewusst auf den üblichen Kommerz verzichten“, so die Bürgermeisterin. Angeboten wurde demzufolge eine große Vielfalt an weihnachtlichen Basteleien, Handarbeiten und selbstgemachten Köstlichkeiten. Der große Renner bei den Kindern war Stockbrot, das sie sich unter Aufsicht an offenen Feuerstellen selber machen konnten. Für die musikalische Untermalung mit weihnachtlichen Klängen sorgten verschiedene Musikgruppen. Eröffnet wurde der Markt an beiden Tagen mit einem adventlichen Theaterstück, das Grundschulkinder der zweiten Klassen unter der Leitung von Gemeindereferentin Maria Schroer einstudiert hatten. Höhepunkt des Sonntags war natürlich die Ankunft des Nikolaus, der kleine Präsente für die Kinder mitgebracht hatte.

„Menschliche Rentiere“ in Wippingen unterwegs

„Die Rentiere“ aus Wippingen luden am Wochenende zum 17. Mal zum Weihnachtsmarkt auf dem Heimathof an der Wippinger Mühle ein. Die „Rentiere“ bilden 14 Frauen der örtlichen Katholischen Frauengemeinschaft (kfd), die seit 17 Jahren ehrenamtlich den Weihnachtsmarkt organisieren. „Wir fingen damals mit einem gemütlichen Adventsnachmittag an, um uns gemeinsam im Dorf auf Weihnachten einzustimmen“, erinnerte sich Maria Wester, Mitglied der „Rentiere“. Prompt entwickelte sich daraus ein Weihnachtsmarkt, der heute bereits 20 Aussteller umfasst.

(Weihnachtsmärkte im nördlichen Emsland: Wo finden sie statt?)

Gemütlich und besinnlich ging es rund um die Mühle zu. Im Heimathaus boten die Einwohner Selbstgemachtes an. Dazu zählten Glühwein, Holunderblütenschnaps, Kekse selbst gebastelte Engel und Teelichter. Zur alten Tradition zählt in Wippingen außerdem der jährlich erscheinende Veranstaltungskalender, den der Heimatverein verkaufte. In der Mühle präsentierte Marlen Ostermann von „Marlen’s Dekostübchen“ eigens angefertigte Dekorationsartikel aus Naturmaterialien.

Ein besonderes Highlight ist jedoch in jedem Jahr der Bäcker Bernd Timmer. Dieser bietet frisch gebackene Brote und süße Brötchen aus dem über 100 Jahre alten Steinofen an. „Allein die Brote locken jährlich viele auswärtige Besucher auf unserem Weihnachtsmarkt“, freuten sich die Organisatoren.

Auch für die Kleinen gab es auf dem Weihnachtsmarkt Programm. Nach einem Erzähltheater stattete der Nikolaus den Kindern einen Besuch ab. Der Gewinn des Weihnachtsmarktes wird jährlich an den Förderverein Grundschule Renkenberge-Wippingen und Kita St. Bartholomäus gespendet.

Heimat- und Backhaus der Mittelpunkt in Walchum

Der 20. Weihnachtsmarkt in Walchum lockte ebenfalls zahlreiche Besucher. In weihnachtlich geschmückten Holzhäuschen rund um das Heimat- und Backhaus boten die Aussteller ihre advent- und weihnachtlichen Artikel zum Kauf an. Der Heimatverein verkaufte die im Backhaus frisch gebackenen Brote und den Heimatkalender 2017. Zu den Höhepunkten des Weihnachtsmarktes zählte die Tombola des Handel- und Gewerbevereins, das aufgeführte Krippenspiel der Grundschulkinder vor dem „Schaopstall“ und der Besuch des Nikolauses, der die Kinder mit Süßigkeiten beglückte.

Im Heimathaus bewirteten die Frauen der Katholischen Frauengemeinschaft aus Hasselbrock und Walchum die Besucher mit selbstgebackenen Kuchen und Kaffee. Während des Seniorenfrühschoppens ehrte die Gemeinde die älteste Besucherin und den ältesten Besucher mit einem Präsentgutschein. Die Kinder der Grundschule sorgten mit Sketchen und Liedern für die Unterhaltung der Senioren. Am Sonntagmittag servierte der Heimatverein den Gästen und Ausstellern ein gut bürgerliches Menü.


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