Mast steht Schnelleres Internet in Dörpen via Funkturm

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Einen neuen Richtfunkmasten hat die Firma Emslandtel.net in Dörpen-Haar installiert. Foto: Maike PlaggenborgEinen neuen Richtfunkmasten hat die Firma Emslandtel.net in Dörpen-Haar installiert. Foto: Maike Plaggenborg

Dörpen. Der neue Richtfunkmast ragt in Dörpen-Haar auf dem Gelände der Kreisstraßenmeisterei 67,5 Meter in die Höhe. Er ist einer von insgesamt vier geplanten im Samtgemeindegebiet, die die Internetversorgung dort verbessern sollen.

Der erste Funkturm stehe nun direkt am Industriegebiet, zwei Genehmigungen für weitere Masten liegen laut Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken bereits vor. Der nächste soll in rund zwei Wochen im Green Energy Park in Heede/Dersum errichtet werden, ein dritter ab Anfang 2017 in Walchum. Vierter geplanter Standort ist Wippingen. Emslandtel.net (ETN) ist die Firma hinter den Anlagen, die diese „eigenwirtschaftlich“ betreibt, so Wocken. Kommunale Gelder werden demnach nicht verwendet.

Wocken: „Wichtige Infrastruktur“

„Es ist eine wichtige Infrastruktur, die ETN schafft“, sagte Wocken. Die Verlegung von Glasfaserkabeln lasse sich nicht überall in der Gemeinde wirtschaftlich darstellen. „Für die einen ist Richtfunk die einzige Option, für die anderen eine zusätzliche“, denn in der Gemeinde Dörpen sei die Versorgung über Glasfaserkabel teilweise gegeben. Mit dem Richtfunkmast sei man aber schon einen großen Schritt weiter, allerdings: „Mit dem Thema ist man nie fertig, weil die Anforderungen immer weiter steigen“, sagte Wocken.

Auch Papenburg, Werlte und Sögel versorgt

Für Kunden von ETN ist laut ETN-Geschäftsführer Andreas Schröder über Richtfunk eine garantierte Internetgeschwindigkeit von bis zu 200 Mbit/s möglich. Gewerbliche Kunden könnten bis zu 4 Gbit/s bekommen. „Wenn man Sicht hat, kriegt man jede Geschwindigkeit“, so Schröder über die möglichen Verbindungen. Das treffe auf die meisten Einfamilienhäuser zu, die in der Regel eine Höhe von rund 9,60 Meter haben. Dazu werde eine Antenne am Haus montiert, die in etwa die Größe einer Untertasse habe. Hinderlich könnten Bäume seien. „Wenige Bäume hindern wenig, viele viel“, so Schröder weiter, der in einem Versuch bereits eine Verbindung von Meppen nach Papenburg, also über eine Entfernung von rund 36 Kilometern, habe aufbauen können. Papenburg selbst ist jedoch, wie auch Werlte und Sögel, mit eigenen Richtfunkmasten ausgestattet.


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