Hans-Hermann Griese ist Stellvertreter Alois Milsch neuer Bürgermeister in Walchum


Walchum. Sowohl den Generalschlüssel für die Gemeinde als auch den Bürgermeisterposten hat Hermann Schweers nun bei der konstituierenden Ratssitzung in Walchum an seinen Nachfolger Alois Milsch übergeben.

Von einem besonderen Tag sprach Schweers, als er die Sitzung rund um den neu gebildeten Rat nach der Kommunalwahl im September 2016 eröffnete, weil es an diesem Tag zwei Bürgermeister geben werde. Der eine bleibe noch bis circa gegen 20.15 Uhr in seinem Amt, der neue komme danach. Neu gewählt wurde Alois Milsch (CDU), der zuvor bereits stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde gewesen war. Vorgeschlagen hatte den Kandidaten die CDU-Fraktion, und die SPD schloss sich dem Vorschlag an. Heinz Dirksen (SPD) brachte zum Ausdruck, dass Milsch „motiviert und engagiert“ die Belange innerhalb der Gemeinde umsetzen werde.

Rat beschließt Anzahl der stellvertretenden Bürgermeister

Milsch bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und hofft, dass er etwas für die Gemeinde leisten könne, die er „vertreten und weiterentwickeln“ möchte. Auch die Vereine im Ort seien für ihn ein wichtiger Punkt. Neben Milsch wurde Hans-Hermann Griese (CDU) in einer weiteren, aber geheimen, Wahl zu dessen Stellvertreter bestimmt. Zuvor hatte der Rat über die Anzahl der Stellvertreter abgestimmt. Die CDU sprach sich dafür aus, nur einen zu wählen. Die SPD dagegen erklärte, zwei Ratsmitglieder für das Amt wählen zu wollen. Die drei SPD-Ratsmitglieder unterlagen bei dem Beschluss den acht Gegenstimmen der CDU-Fraktion.

Vorgänger Hermann Schweers als Mitglied im Seniorenbeirat der Samtgemeinde

Schweers, der sein Bürgermeisteramt nach mehr als 20 Jahren aufgibt , bleibt der politischen Arbeit als Mitglied im Beirat für Seniorinnen und Senioren in der Samtgemeinde Dörpen erhalten. „Ich wollte die Gemeinde mit null Euro Schulden abgeben“, sagte Schweers. Allerdings seien es 200.000. Bei dem Betrag handele es sich um einen zinslosen Kredit des Landkreises zum Bau der neuen Turnhalle , die im Mai 2015 eröffnet wurde. 400.000 Euro befänden sich auf dem laufenden Konto der Gemeinde. „Damit sind wir eigentlich schuldenfrei, auf dem Papier aber nicht.“ Für das Jahr 2016 verkündete der nun Ex-Bürgermeister die höchsten Steuereinnahmen überhaupt. Dem neuen Rat wünschte er „eine glückliche Hand“. Der neue Bürgermeister, so sagte Schweers noch vor der Wahl, müsse Schulen und Kindergärten am Laufen halten, Vereine unterstützen und auch die Unternehmen im Dorf. „Dann ist man auch erfolgreich.“


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