600 Gäste auf Sportplatz Leher feiern gemeinsam Benefiz Open-Air

Von Dirk Hellmers


dhe Lehe. Ein großer Teil der rund 1100 Einwohner Lehes hat am Samstag das Leher Benefiz Open Air auf dem Sportplatz gefeiert. Etwa 600 Gäste kamen. „Das ist mehr als jeder Zweite“, stellte Bürgermeister Johann Mardink (CDU) fest.

Aber nicht nur deshalb war die achte Auflage des Festivals ein Erfolg. „Die Mühen haben sich gelohnt“, fand Organisations-Sprecher Florian Zumsande. Die kompletten Einnahmen sollen dem Verein „Kiola“ zu Gute kommen. Die Oldenburger wollen ein Kurzzeitpflegeheim für Kinder und junge Erwachsene mit Beeinträchtigung bauen. Wie viel Geld genau zusammen gekommen ist, kann Zumsande allerdings erst nach dem Kassensturz in den nächsten Tagen sagen. Bislang haben die Leher mit sieben ähnlichen Veranstaltungen 75.000 Euro für gute Zwecke eingespielt.

Die Open Air-Veranstaltungen seien ein Aushängeschild für den Ort, fand Bürgermeister Mardink. Dabei würden viele Einwohner gemeinsam an einem Strang ziehen. „Ich konnte nur drei Stunden Thekendienst machen“, berichtete der Politiker über den großen Andrang der Helfer. Nach dem Dienst am Zapfhahn folgte aber noch ein ungeplanter Auftritt. Da Mardink seinen Dienst im Blues-Brothers Outfit mit Anzug, Sonnenbrille und Hut verrichtete, wurde der Hauptact des Abends „Heart and Soul“ auf ihn aufmerksam und holte den Bürgermeister zum Finale auf die Bühne.

Zuvor eröffnete die Hümmlinger Band „Dry Dudes“ das Festival. Dafür hatte das Duo ihre Deutschlandtour unterbrochen. Auf die Blues-Brothers-Kombo, die Stilecht mit Anzug, aber auch in anderen Kostümen wie Gefängniskleidung zum „Jailhouserock“ von Elvis Presley für Stimmung sorgte, folgten die Leher Lokalmatadoren „Die Dotties“ mit akustischer Gitarrenmusik. Den Abschluss bildeten die „De Schkandalmokers“ mit plattdeutschem Punk aus Oldenburg.

Anschließend spielte DJ Ludger bis in die Morgenstunden. „Wir sind absolut zufrieden, auch wenn wir unser Ziel nicht ganz erreicht haben“, fand Zumsande. Er hatte auf 800 Besucher gehofft. Allerdings sei die Stimmung gut gewesen und selbst die kurzen Regenschauer hätten dem keinen Abbruch getan. Bislang fand das Festival alle zwei Jahre statt. Eine neunte Auflage ist bereits angedacht. „Davon kann man ausgehen.“


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