Blockheizkraftwerk seit 2013 in Betrieb Dörpen spart 400 Tonnen CO2 jährlich ein

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Erstmalig das Blockheizkraftwerk Dörpen seit Regelbetrieb ab 2013 vorgestellt haben Frank Wölbern, Manfred Gerdes, Hermann Wocken, Andreas Hövelmann, Reinhard Winter, Hans-Josef Geiger und Gerd Niemann. Foto: Maike PlaggenborgErstmalig das Blockheizkraftwerk Dörpen seit Regelbetrieb ab 2013 vorgestellt haben Frank Wölbern, Manfred Gerdes, Hermann Wocken, Andreas Hövelmann, Reinhard Winter, Hans-Josef Geiger und Gerd Niemann. Foto: Maike Plaggenborg

Dörpen. Das Blockheizkraftwerk in der Gemeinde Dörpen, das von der landkreiseigenen Biomassevergärungsanlage dort betrieben wird, spart jährlich rund 400 Tonnen CO2 ein. Mit der erzeugten Energie werden Schulen und das Dünenbad beheizt.

„Aus dem Müll der Deponie wird Wärme für die Kinder“, sagte Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken bei der ersten öffentlichen Vorstellung der Biomassevergärungsanlage, die nach Worten von Landrat Reinhard Winter bereits 2012 in den Probebetrieb ging und seit 2013 regulär läuft. Rund 14.000 Tonnen in der Samtgemeinde (SG) Dörpen anfallende Garten- und Biotonnenabfälle werden in dieser Anlage verwertet, hieß es bei der Präsentation. Dort vergären die Abfälle, wodurch Methangas entsteht. Dieses Gas wiederum wird über eine circa neuen Kilometer lange Pipeline zum Schulzentrum Dörpen geleitet, wo es das Blockheizkraftwerk (BHKW) befeuert. Das Kraftwerk wiederum versorgt die Turnhalle, die Grund- und Oberschule und das Dünenbad mit Wärme.

Blockheizkraftwerk deckt 40 Prozent des Wärmebedarfs im Schulzentrum

„40 Prozent des Grundbedarfs der Liegenschaften werden gedeckt“, sagte Gerd Niemann, Kommunalbetreuer für die Geschäftsregion Cloppenburg/Emsland der EWE. Sie ist für die Wartung und den Betrieb der Anlage verantwortlich. Die übrigen 60 Prozent Wärmebedarf werden durch eine Kesselanlage erbracht. Sie entspreche einer herkömmlichen Gasheizung. „Den Kesselbetrieb gewährleisten wir ebenfalls“, so Niemann weiter. Der Kessel am BHKW fasst 32.000 Liter Heißwasser und dient auch als Speicher. Das BHKW produziert bis zu 350 Kilowatt elektrisch und 420 Kilowatt thermisch.

Der Strom allerdings werde Niemann zufolge gemäß des EEG – Erneuerbare-Energien-Gesetz – gänzlich in das öffentliche Netz eingespeist. Physikalisch gesehen lande der vom BHKW produzierte Strom so letztlich im Schulzentrum und dem Hallenbad.

Beim dem Gärungsprozess handele es sich um eine „echte Kreislaufwirtschaft“, hieß es weiter, weil auch die Gärreste weiterverarbeitet werden. Aus ihnen werden rund 7.000 Tonnen Kompost hergestellt. Die landkreiseigene Biomassevergärungsanlage wurde vor vier Jahren mit Kosten von rund 7,2 Millionen Euro gebaut.

Gemeinde Dörpen mit zusätzlichen energetischen Sanierungen

Die Gemeinde Dörpen selbst hat die Energiereduzierung bezüglich des Schulzentrums und des Bades vorgenommen. Die Fassade der Oberschule sowie die Dächer des gesamten Schulkomplexes und der angrenzenden Turnhalle sind saniert worden – Millionenprojekte, die mit Unterstützung aus der Schulbaukasse des Landkreises umgesetzt wurden, teilte die Gemeinde mit. Der Wärmeverbrauch sei dadurch um 55 Prozent gesenkt worden. Auch die Sanierung der Lüftungsanlage im Dünenbad habe eine Reduzierung des Stromverbrauchs von mehr als der Hälfte und eine CO2-Einsparung von jährlich 45 Tonnen zur Folge.


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