„Gelebte Inklusion“ Caritas-Werkstätten und Schüler bei Umwelttag in Dörpen

Mit Schülerinnen und Schülern der Oberschule Dörpen nahmen Beschäftigte der Caritas-Werkstätten am Dörpener Umwelttag teil und befreiten große Flächen von Müll und Unrat. Foto: Caritas-Werkstätten/Jürgen EdenMit Schülerinnen und Schülern der Oberschule Dörpen nahmen Beschäftigte der Caritas-Werkstätten am Dörpener Umwelttag teil und befreiten große Flächen von Müll und Unrat. Foto: Caritas-Werkstätten/Jürgen Eden

Dörpen. Unter dem Motto „ Dörpen räumt auf“zogen am Donnerstag neun Beschäftigte und drei Fachkräfte der Caritas Werkstätten die Arbeitshandschuhe an und griffen zu Müllsäcken, um sich an der Umweltaktion der Gemeinde zu beteiligen. Seit 2005 macht die Einrichtung bei dieser Aktion mit.

Da kamen die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings genau recht, als sie gemeinsam mit rund 40 Schülern der Oberschule in die Ortsmitte ausschwärmten, um die Straßenränder, Beete und kleine Wäldchen vom Unrat zu befreien. Gemeindedirektor Hermann Wocken und Schulleiter Peter Schule nutzten vorab die Gelegenheit, um sich für die Hilfsbereitschaft zu bedanken.

Folienreste und Imbissverpackungen eingesammelt

Die Umweltaktion begann bereits am vergangenen Sonnabend mit großer Beteiligung der Öffentlichkeit. Bereits früh morgens versammelten sich Mitglieder des Heimatvereins sowie Vertreter weiterer Vereine wie dem Angelverein vor dem Heimathaus, um ebenfalls die Natur von weggeworfenem Müll zu befreien, darunter Folienreste, ein Fahrradrahmen, aber auch Imbissverpackungen. „Das ist gelebte Inklusion, wenn Kinder und Jugendliche aus den Regelschulen mit Beschäftigten unserer Einrichtung die Umweltaktion unterstützen“, sagte Heinz-Bernhard Mäsker, Geschäftsführer des St.-Lukas-Heims und der Caritas-Werkstätten.

Die Dörpener Außenstelle wurde im Jahr 2008 eröffnet, um heimatnahe Arbeitsangebote zu bieten. Dabei handelt es sich um einen von drei Standorten der Caritas Werkstätten nördliches Emsland.

84 Beschäftigte bei den Caritas-Werkstätten in Dörpen

In Dörpen arbeiten aktuell 84 Beschäftigte in den Bereichen Metall, Elektro, Holz, und Verpackung. Außerdem wird elf weiteren Menschen mit Behinderungen in der dortigen Tagesförderstätte ein strukturierter Ablauf vermittelt. Neu ist der Bereich berufliche Bildung, der unter dem Namen „Stellwerk“ an der Papenburger Bahnhofstraße eingerichtet wurde. Diese niedrigschwellige, zweijährige Qualifizierung in den Berufsfeldern Holz, Metall, Hauswirtschaft und Gartenbau wurde kürzlich von der Handwerkskammer und Landwirtschaftskammer anerkannt.