Baustart im November Ärztehaus in Heede wird aufs Doppelte vergrößert

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Das Bild zeigt den Entwurf des fertigen Ärztehauses in Heede samt neuem Anbau (links). Foto: 3ing ArchitekturDas Bild zeigt den Entwurf des fertigen Ärztehauses in Heede samt neuem Anbau (links). Foto: 3ing Architektur

Heede. Die Gemeinde Heede will die Größe ihres Ärztehauses durch einen Anbau nahezu verdoppeln. Der neue Trakt soll bis Mitte April 2016 fertig sein. Der Baustart ist für Mitte November geplant.

Die Fläche des Ärztehauses werde nach Angaben des Planungsbüros inklusive dem Anbau 300 Quadratmeter betragen. Über die genauen Pläne informierte die Gemeinde in ihrer Ratssitzung am Mittwochabend, jedoch noch nicht über die Kosten des Anbaus.

Die Erweiterung und Modernisierung sei „zwingend notwendig“, erklärte Bürgermeister Antonius Pohlmann (CDU). Der Umbau sei eine zukunftsweisende Entscheidung, die die ärztliche Versorgung am Standort Heede und auch im Umfeld der Samtgemeinde Dörpen langfristig sichere.

Die durch die Gemeinde zu Jahresanfang beauftragten Heeder Architekten stellten die Planungen bei der Sitzung vor. Aufwendig werden Architekt Sven Bünting zufolge die „massiven Abbrucharbeiten“. Viele der bestehenden Wände müssten entfernt werden, um das Raumkonzept großzügiger gestalten zu können. Alle dafür ausgewählten Wände seien allerdings tragend und müssten demnach durch Stahlträger ersetzt werden.

Höhere Diskretion im Innenbereich

Durch die Erneuerung im Innenbereich des Hauses werde außerdem die Diskretion innerhalb der Praxis erhöht. Im Empfangsbereich sowie in den Ärztezimmern sollen Rasterdecken eingesetzt werden, die entsprechend schalldämmend wirken. Auf Anfrage von Marietta Wegmann (CDU) teilte Bünting weiter mit, dass das Wartezimmer zwar durch eine Glastür einsehbar, aber hinsichtlich der Akustik vom Rest der Praxis abgetrennt sein werde. Am Ärztehaus sollen zehn Parkplätze bereitgestellt werden.

Neue Heizungsanlage

Hinsichtlich der Versorgung hatte die Gemeinde zunächst einen Anschluss an das Blockheizkraftwerk im Ortskern vorgesehen. Diese Variante wurde seitens des Planungsbüros aber als schwierig angesehen. Nach Gemeindeangaben müsste dafür eine neue Leitung durch die Gemeinde verlegt werden. Die Umsetzung sei laut Pohlmann jedoch nicht wirtschaftlich. Für vorige Projekte wie das Jugendzentrum Memory oder die Schule habe es Fördermöglichkeiten und Zuschüsse durch die Samtgemeinde Dörpen gegeben: Diese Möglichkeiten bestehen nun nicht mehr, so Pohlmann. Es werde daher eine komplett neue Heizungsanlage vorgesehen. „Die vorhandene Anlage ist 25 Jahre alt und abgängig und entspricht nicht mehr den geltenden Bestimmungen für eine heute gängige Wärmetechnik“, hieß es in der Vorlage der Gemeinde für die Ratssitzung.

Kosten für die Gemeinde nicht mitgeteilt

Über die Kosten des Anbaus wollte Bürgermeister Pohlmann auf Anfrage unserer Redaktion zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben machen. Die Posten, die die Gemeinde zu tragen hat, erstrecken sich nach Auskunft Pohlmanns über die Fertigstellung der Gebäudehülle, den Bodenbelag, die Wände sowie die Elektrik. Für die Ausstattung der Innenräume müsse der Nutzer des Hauses, Dr. Hans-Peter Leemhuis, aufkommen. Für die Phase des Umbaus werde der ärztliche Betrieb in einer leer stehenden Praxis in Dörpen fortgeführt. Planmäßig solle der Umzug zurück nach Heede am 16. April 2016 sein. Neben Leemhuis wird auch Hartmut Fokken weiterhin im Ärztehaus praktizieren.


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