Teilbereich an B 401 saniert Heeder Emsdeich wird verstärkt und erhöht


Heede. Die Bauarbeiten am linksemsischen Hochwasserdeich bei Heede werden fortgesetzt. Bereits im vergangenen Jahr war mit dem insgesamt 2250 Meter langen Abschnitt begonnen worden. Zur Zeit verstärken und erhöhen Bauarbeiter mit schwerem Gerät einen rund 800 Meter langen Teilbereich von der Emsbrücke an der B401 in südliche Richtung.

„Wir liegen gut im Zeitplan, so dass bis Ende Mai bereits Kleie angeliefert werden kann“, sagt Leo Hegemann vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Bis zum 15. September müssen nach Aussage des Planers die Arbeiten am Deich abgeschlossen sein.

Die Maßnahmen werden von der Arbeitsgemeinschaft Bunte-Matthäi durchgeführt. Hauptziel der Arbeiten ist nach Hegemanns Worten die Sanierung und Modernisierung der bisherigen Sanddeiche entsprechend der aktuellen bautechnischen Möglichkeiten und Vorgaben des Hochwasserschutzes. So werden in den kommenden Wochen rund 20000 Kubikmeter Kleie und Aueböden per Lastwagen oder mit großen Traktorgespannen ins nördliche Emsland transportiert.

„Die Deichschäden durch Tiere fallen mit diesen Materialien in den erneuerten Bereichen deutlich niedriger aus“, sagt Heiner Niehaus, Geschäftsführer des Kreisverbandes der Wasser- und Bodenverbände Aschendorf-Hümmling. Zu den Deichschädlingen gehören nach seinen Worten beispielsweise Füchse und Wühlmäuse, die bisher in den Schutzbauwerken ihre Höhlen errichteten konnten. Einher mit den Arbeiten geht auch die Erneuerung der Deichverteidungsstraße sowie der Deichrampen. „Wir danken Bund und Land für die Bereitstellung der Mittel“, sagt der Deichverbandsvorsitzende Bernhard Dickebohm aus Herbrum. Die Förderquote aus öffentlichen Finanzmitteln liegt nach seinen Worten für diese Maßnahmen bei 100 Prozent. Der Bund beteiligt sich mit 60 Prozent und das Land mit 40 Prozent über das Programm „Gemeinschaftsaufgabe für die Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes mit der Förderung von wasserwirtschaftlichen und kulturbautechnischen Maßnahmen“.

Seit 2007 wurden insgesamt 6,2 Millionen Euro für den Hochwasserschutz und die Erneuerung von 5,7 Kilometern Deichstrecke ausgegeben. Für den Küstenschutz flossen seither 29,6 Millionen. Die Hauptdeiche im Tidebereich wurden saniert, linksemsisch von Borsum bis Brual und rechtsemsisch von Herbrum bis Papenburg.


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