Kosten von 1,2 Millionen Euro Sanierte Mehrzweckhalle in Wippingen eingeweiht


Wippingen. Gefühlt war am Sonntag in Wippingen mindestens die Hälfte der Bevölkerung auf den Beinen: Denn nach zehnmonatiger Bauzeit weihte Pfarrer Francis Sanjeevi im Beisein von vielen Ehrengästen die Wippinger Mehrzweckhalle ein. Die Architektin Irmgard Westendorf übergab den Schlüssel für das 1,2 Millionen Euro teure Projekt an Bürgermeister Hermann Gerdes. Rainer Vogt von der Landesschulbehörde überreichte eine Urkunde als „Sportfreundliche Schule“.

Während der zehnmonatigen Bauzeit mussten die Schüler sowie Vereinsmitglieder auf die Sporthallen in Kluse-Ahlen sowie Renkenberge ausweichen. Die Jungen und Mädchen des benachbarten Kindergartens übernahmen fast schon die „Bauaufsicht“, so groß war ihr Interesse an den Arbeiten.

Nach der Fertigstellung der rund 255 Quadratmeter großen Halle wird deutlich, wie gut sich das neue Bauwerk in das Dorfbild einfügt. Es konnte nach Worten der Architektin um 1,5 Meter verbreitert werden und eignet sich gleichermaßen für sportliche Aktivitäten, Feste und Zusammenkünfte aller Art. Eine Besonderheit sind die Klappfenster im Inneren, die beim Ballsport als Prallschutz nach oben geklappt werden können. Außerdem kann die Halle in zwei Gruppenräume unterteilt werden und enthält zudem eine rund 50 Quadratmeter große Küche. Umkleide- und Abstellräume sowie neue sanitäre Anlagen, eine neue Heizungs- und Belüftungsanlage sind ebenfalls vorhanden. Das Obergeschoss mit rund 120 Quadratmetern wurde bisher noch nicht ausgebaut. Es soll aber künftig der Jugend zur Verfügung gestellt werden.

Viel Symbolik brachten die unterschiedlichen Akteure wie Kindergarten, Schule, Vereine, aber auch Politiker und Behördenvertreter in die Feier ein. „Dieses Haus hat viele große Steine, und kein Stein ist zu kümmerlich, sondern es braucht alle wie dich und mich.“ Mit diesem Titel stimmte der Kirchenchor in die Feier ein und deutete nicht nur auf die Vielzahl der Gewerke hin, sondern vielmehr auf das vielfältige dörfliche Leben.

Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken brachte die Beweggründe für das Vorhaben ebenfalls auf den Punkt: „Diese Halle ist das Herzstück der Gemeinde, und auch als Nichtmediziner kann man erahnen, was es bedeuten würde, wenn wir diesen Ort hier nicht hätten“, so Wocken.

Zahlreiche Ehrengäste

Dass derart viele Ehrengäste kamen, liegt an der Finanzierung. 272000 Euro flossen aus Dorferneuerungsmitteln über das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, 200000 Euro bezahlt der Landkreis, und 19000 Euro werden vom Bund überwiesen. Letzteres, da eine neuartige, extrem effiziente Beleuchtungsanlage mit 257 Farben zum Einsatz kommt. Laut Gerdes mussten nur 150000 Euro als Kredit aufgenommen werden. Der große Rest wurde in den letzten Jahren von der Kommune angespart.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (CDU) hob bei der Einweihung hervor, dass die Halle von 23 Vereinen genutzt werde, aber auch ein wichtiger Baustein für den Erhalt der Schule im Ort sei. „Kurze Beine brauchen kurze Wege“, so die Christdemokratin.

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