Vorstudie zur Machbarkeit Großmotorschiffe sollen Schleuse Dörpen passieren können

Über die Verlängerung der Schleuse sprach DUK-Geschäftsführer Peter Fischer (Zweiter von rechts) mit Gitta Connemann. An dem Informationsbesuch in Dörpen nahmen auch Vertreter des Wasser- und Schifffahrtsamts sowie Gemeindedirektor Hermann Wocken (Vierter von links) teil. Foto: Jürgen EdenÜber die Verlängerung der Schleuse sprach DUK-Geschäftsführer Peter Fischer (Zweiter von rechts) mit Gitta Connemann. An dem Informationsbesuch in Dörpen nahmen auch Vertreter des Wasser- und Schifffahrtsamts sowie Gemeindedirektor Hermann Wocken (Vierter von links) teil. Foto: Jürgen Eden

Dörpen. Der Dörpener Hafen soll auch von Großmotorschiffen mit einer Länge von bis zu 110 Metern angefahren werden können. Davon könnte das Güterverkehrszentrum (GVZ) zusätzlich profitieren. Auch die für den Schwerlastverkehr gesperrte Küstenkanalbrücke in Dörpen-Haar soll ersetzt werden.

Diese Wünsche standen im Mittelpunkt einer Bereisung des Wasser- und Schifffahrtsamtes Meppen (WSA) mit der Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann (CDU). Gemeindedirektor Hermann Wocken (CDU) und Peter Fischer, Geschäftsführer der Dörpener Umschlagsgesellschaft für den kombinierten Verkehr (DUK) und des Güterverkehrszentrums (GVZ), hatten diese Wünsche der Abgeordneten und Heinz-Josef Joeris von der Generaldirektion des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes vorgetragen.

Im Dörpener Güterverkehrszentrum (GVZ) läuft es nach Fischers Worten prächtig. Der erste Containerterminal war bis zu 120 Prozent ausgelastet, sodass man im vergangenen Jahr an seine Kapazitätsgrenzen gekommen ist. Seit dem 1. September dieses Jahres ist der zweite, neu errichtete Terminal in Betrieb. „Wir befinden uns hier im zweitgrößten Binnenhafen Niedersachsens“, so Fischer nicht ohne Stolz. Der Hafenumschlag lag nach seinen Worten im vergangenen Jahr bei 1,9 Millionen Tonnen und damit vor dem Seehafen Papenburg. Mit einer Schleusenverlängerung könnten künftig auch Großmotorschiffe das Dörpener Hafenbecken und damit das GVZ ansteuern.

Die Erweiterung wäre nach seiner Einschätzung in einem relativ überschaubaren Rahmen realisierbar. Denn am Unterhaupt der Schleuse ist zusätzlich zu den Schleusentoren etwa 20 Meter weiter ein weiteres Torpaar, das dem Hochwasserschutz der Ems dient. Angedacht ist, auf die Tore des Unterhauptes zu verzichten und die Tore des Hochwasserschutzes so zu versetzen, dass sie sich nach außen und nicht nach innen öffnen. Damit hätte man die erforderliche Länge von 110 Metern, die für ein Großmotorschiff nötig sind.

Joeris von der Generaldirektion zeigte sich optimistisch, dass im Rahmen einer Vorstudie die Machbarkeit dieses Vorhabens ausgelotet werden könne. Dabei würden neben der technischen Umsetzbarkeit auch die statischen Parameter geprüft.

Hermann Wocken trug einen weiteren Wunsch vor: den Neubau der Brücke über den Küstenkanal in Dörpen-Haar. Denn dann ließe sich der Lkw-Verkehr von und nach Oldenburg besser abwickeln. Das derzeitige Brückenbauwerk sei aufgrund seiner Baufälligkeit für Lastwagen gänzlich gesperrt. Künftig sollte die Fahrbahnbreite dort sieben Meter betragen.

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