Medizin-Ausstattung transportiert Rotkreuzler aus Dörpen helfen in der Ukraine

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Mehrere Helfer des ukrainischen Roten Kreuzes unterstützten Volker Teichmann (links) beim Abladen der Hilfsgüter des DRK-Ortsvereins Dörpen. Foto: privatMehrere Helfer des ukrainischen Roten Kreuzes unterstützten Volker Teichmann (links) beim Abladen der Hilfsgüter des DRK-Ortsvereins Dörpen. Foto: privat

Dörpen. Während viele Menschen noch in ihren Urlaubserinnerungen aus dem sonnigen Süden oder der Nord- und Ostseeküste schwelgen, haben Volker und Heidi Teichmann die Erlebnisse ihrer Tour nach Osteuropa im Hinterkopf. Sie fuhren als Helfer vom Dörpener Ortsverein des Deutschen Roten Kreuz (DRK) einen Hilfstransport in die ukrainische Stadt Lutsk, rund 600 Kilometer von der Krisenregion entfernt.

„Von den Kampfhandlungen war in der Region, wo wir waren, nichts festzustellen“, sagt Volker Teichmann. Vereinzelt sahen er und seine Frau nach eigenen Angaben ukrainische, zum Teil gepanzerte Armeefahrzeuge in Zweier- oder Dreierformationen. Dennoch sei man mit gemischten Gefühlen gefahren und habe im Vorfeld in engem Kontakt mit der DRK-Zentrale in Berlin und dem ukrainischen Roten Kreuz in Kiew gestanden.

Medizinische Ausstattung

Von dort hatte es im Juli eine Anfrage an die Rotkreuzler in Dörpen gegeben. Krankenhausbetten, Rollstühle und ausrangiertes Mobiliar aus hiesigen Arztpraxen, aber auch Verbandmaterial hatten sie auf ihrem Lastwagen geladen. Das Material war für die unmittelbaren Nachbarorte des Krisengebietes vorgesehen und wurde gemeinsam mit Helfern des ukrainischen Roten Kreuzes auf andere Lkw umgeladen.

Trotz der Entfernung zum Kriegsgebiet bekam das Ehepaar Teichmann Eindrücke von der aktuellen, mentalen Stimmung im Land. Viele Eltern berichteten ihnen von ihren Söhnen, die im Krieg schwer verletzt wurden. „Wenn wir früher dort waren, konnten wir immer positive Eindrücke gewinnen. Im Moment ist die Stimmung dort sehr gedrückt“, sagt Teichmann. Viele haben dort nach seinen Worten weiterhin Kriegsängste.

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Rund 90-mal brachte Volker Teichmann bereits Hilfsgüter in die Ukraine und nach Weißrussland. Seine Frau Heidi saß zum 15. Mal am Lenkrad eines Lastwagens mit dem Ziel Ukraine. Auch wenn die Begleitumstände momentan sehr schwierig sind, wollen die Dörpener weiter in Osteuropa helfen. „Wir sehen, wie dringend diese Hilfe benötigt wird und wir spüren die Dankbarkeit der Menschen. Daher haben wir viel Freude, zu helfen“, sagt Teichmann.

Nach dem Hilfstransport ist für ihn bereits wieder vor der nächsten Lieferung. Ende März 2015 soll nach derzeitigen Planungen ein neuer, größerer Transport mit mehreren Fahrzeugen von Dörpen die Grundschule der rund 10000 Einwohner großen Stadt Luboml ansteuern. Sie liegt 25 Kilometer hinter der polnischen Grenze. Dort sollen Sportgeräte, Schulmobiliar, Spielgeräte, weiteres Mobiliar aus Arztpraxen und Krankenhäusern, aber auch Verbandmaterial abgeliefert werden. Um die hohen Kosten decken zu können, wird neben Sachspenden auch um Geldzuwendungen gebeten.

Weitere Infos: DRK Dörpen Tel. 04963/8443.

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